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Pressemitteilung vom 10.06.2020

Pressemeldung
Sternbrücke: Pop-up-Bikelane Stresemannstraße am 13.6. von 11 bis 17 Uhr

Am kommenden Samstag, den 13.6. können die Hamburgerinnen und Hamburger von 11 bis 17 Uhr erleben, wie fahrradfreundlich die Stresemannstraße mit reduziertem Autoverkehr wäre: In Kooperation mit ADFC veranstaltet die Initiative Sternbrücke eine „Pop-up-Bikelane“ zwischen der Brücke und dem Neuen Pferdemarkt in beide Richtungen. Mit der Aktion möchte die Initiative darauf aufmerksam machen, dass es höchste Zeit für die Verkehrswende an der Stresemannstraße ist, weil die Lösung für die Erhaltung der historischen Sternbrücke (oder einen stadtbildverträglichen Neubau) in der Reduktion des Autoverkehrs und dem Ausbau der Radwege liegt.

Dazu Sonja Nielbock von der Initiative Sternbrücke:
„Die Stadt muss gemäß ihres Klimaplans den Kfz-Verkehr um über die Hälfte senken. Den zentraleren Stadtteilen kommt dabei eine Schlüsselrolle zu, daher muss auch die Stresemannstraße für Autos einspurig in jede Richtung werden.“

„Ein mutiger Ausbau des Radverkehrs ist Voraussetzung dafür, dass der Senat seine selbstgesteckten Klimaziele einhalten kann«, sagt Jens Deye vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC). In seiner Online-Petition »Pop-up-Radwege in Hamburg jetzt«, die inzwischen von fast 11000 Menschen unterschrieben wurde, fordert der Fahrradclub Hamburgs Ersten Bürgermeister Peter Tschentscher und den designierten Senator für Verkehr und Mobilitätswende Anjes Tjarks auf, den Radfahrenden der Stadt deutlich mehr Platz und eine Fahrspur auf Hauptverkehrsstraßen zu geben: change.org/pop-up-radweg-hamburg.

Zum Hintergrund:
Aktuell plant die Deutsche Bahn, die denkmalgeschützte Sternbrücke durch einen völlig überdimensionierten Neubau zu ersetzen, damit die Verkehrsbehörde den Autoverkehr der Stresemannstraße unter der Brücke vierspurig und stützenfrei ausbauen kann. Der Radverkehr würde davon in keiner Weise profitieren: Östlich und westlich der Sternbrücke ist die Stresemannstraße keine 20 Meter breit und bietet nur Platz für schmale Gehwege und vier Straßenspuren. Neue Radwege wären daher nur möglich, wenn man den Kfz-Verkehr auf zwei Spuren reduziert – dann jedoch kann die Sternbrücke ihre alte Dimension behalten.

Die Initiative Sternbrücke besteht aus Anwohnerinnen, Interessenvertretern wie dem Denkmalverein Hamburg e.V. und dem Wagenplatz ZOMIA sowie interessierten Bürgerinnen und Bürgern. Die Initiative möchte mit ihrem ortsspezifischen Wissen im Rahmen einer gut strukturierten Beteiligung eine geeignete Lösung für die gesamte Situation rund um die Brücke erreichen.

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