Sternbrücke, 22769 Hamburg info@initiativesternbruecke.org

Neue Bikelane zeigt, wo die Reise hingeht: Sternbrücke erhalten, Mobilitätswende jetzt!

Pressemeldung Initiative Sternbrücke und ADFC Hamburg

Die Initiative Sternbrücke und der ADFC Hamburg begrüßen die neue Pop-up-Bikelane als ersten Schritt in Richtung Mobilitätswende an der Sternbrücke. 

Was fehlt ist die konsequente Weiterführung der Fahrradwege unter der Sternbrücke hindurch. Ausgerechnet die großzügigen Abbiegespuren auf der Max-Brauer-Allee bleiben auf beiden Seiten der Sternbrücke erhalten. Autoverkehr hat hier weiterhin Vorrang.

Hier wird deutlich: Wenn der Autoverkehr sowohl auf Max-Brauer-Allee als auch auf der Stresemannstraße einspurig in jede Richtung wird, kann der Senat die denkmalgeschützte Brücke erhalten und muss das Stadtbild nicht mit einem überdimensionierten Neubau zerstören. Eine entsprechende Verkehrsskizze hat der ADFC bereits vorgelegt (vgl. Abbildung unten). 

Dazu Axel Bühler von der Initiative Sternbrücke: 

„Die neue Bikelane zeigt, dass unter der Sternbrücke die Mobilitätswende sofort umgesetzt werden kann: Mit nur einer Spur pro Richtung für den Autoverkehr und ordentlichen Radwegen. Der geplante Neubau ist überflüssig und kostet die Stadt 60 Mio EUR.“ 

Dazu Jens Deye vom ADFC: 

„Wir brauchen ein gesamtstädtisches Konzept für eine zukunftsfähige Mobilität. Insbesondere der übergeordnete Durchgangsverkehr muss konsequent aus der Stadt herausgehalten werden. Das bedeutet, dass wir zukünftig mit deutlich weniger Kfz-Verkehr auch an der Sternbrücke planen sollten.

Zum Verkehr an der Sternbrücke: 

Die Behörde für Verkehr und Mobilitätswende besteht darauf, dass die Verkehrsplaner*innen nur mit einer größeren Brücke bessere Bedingungen für den Rad-, Bus- und Fußverkehr schaffen könnten. Dahinter stecken allerdings eher politische als fachlichen Gründe: Der Riesen-Neubau wurde von der bislang SPD-geführten Verkehrsbehörde vorangetrieben, um den Autoverkehr auszubauen. Nun soll die Verkehrswende dafür herhalten, dass man diese Planung politisch nicht mehr eingefangen kriegt. Die hierfür genannten Argumente haben jedoch bei genauer Betrachtung keinen Bestand:  

Die Stresemannstraße ist westlich und östlich der Brücke nur unter 20 Meter breit und eng bebaut. Daher gibt es neben den bereits bestehenden vier Autospuren nur schmale Gehwege – und keinen Platz für zusätzliche Radspuren (siehe Skizze der Verkehrsbehörde, rot markiert die erwähnten Bereiche). Um die Verkehrswende umzusetzen, muss also vor allem für die Bereiche vor und hinter der Brücke eine Lösung gefunden werden – und die kann nur heißen, den Autoverkehr zu reduzieren. 

clip_image004.jpg

Der ADFC Hamburg hat hierfür eine alternative Verkehrsskizze entworfen, die zeigt, wie die historische Brücke und die Verkehrswende zusammengehen. Zentraler Ansatz sind neue Bus- und Fahrradspuren, eine zweispurige Stresemannstraße für den motorisierten Individualverkehr sowie „Busweichen“ vor der Brücke, die für einen reibungslosen öffentlichen Nahverkehr sorgen.

clip_image002.jpg
Alternative Verkehrsplanung des ADFC zur Sternbrücke (Klick für PDF)

Aktuell läuft eine Online-Petition für den Erhalt der Sternbrücke mit bald 10.000 Unterschriften. Weitere Informationen unter www.initiativesternbruecke.org

Kontakt für Rückfragen: presse@initiativesternbruecke.org

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.