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Scheinlösung der Stadt nur für die großen Clubs, die kleinen lässt der Senat hängen – Erneut Planung ohne Beteiligung der Bürger:innen

Pressemeldung Initiative Sternbrücke, 17.12.2020

Die heute vorgelegten Planungen für mögliche Clubneubauten an der Sternbrücke zeigen, was auf die Lippenbekenntnisse von Senat und Bezirk in Sachen Beteiligung zu geben ist: nichts.

Nach dem Motto ‚Hauptsache gute Nachrichten‘ schieben jetzt Finanzsenator, Verkehrssenator, Kultursenator und Bahn handstreichartig eine luftige Planung der drei bekanntesten Clubs Waagenbau, Fundbuereau und Astrastube nach vorne und verkaufen hübsche 3D-Filmchen als Rettung des Kulturstandortes Sternbrücke.

Allerdings – die Pläne für den riesenhaft wirkenden Club-Neubau haben mit der Sternbrücke, wie sie weit über Hamburg hinaus bekannt ist und die die vielen Unterstützer:innen erhalten wollen (vgl. www.change.org/sternbruecke) rein gar nichts zu tun. Nonchalant wird das Künstlerhaus Faktor beseitigt, die anderen kleinen Bars kommen ebenso wenig vor. 

Die einfallslosen Entwürfe zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie in der Höhe zum geplanten Neubau der Sternbrücke passen. Und wie opportunistisch hier von beiden Seiten vorgegangen wird, zeigt sich darin, dass die Pläne selbstverständlich auch bei einer Sanierung der Brücke umsetzbar wären – und das sofort.

Seit April fordern betroffene Bürger:innen von Senat und Bezirk eine vernünftige Beteiligung an der Planung der Zukunft der Sternbrücke. Die jetzt vorgelegten Pläne für das Club-Haus machen vor allem eines deutlich: Wer den Senat im Hinterzimmer planen läßt, akzeptiert Stück für Stück die Zerstörung der gewachsenen Stadtkultur – Esso-Häuser, Paulihaus und jetzt Sternbrücke sprechen eine deutliche Sprache.

Dazu Axel Bühler von der Initiative Sternbrücke:

„Wir haben erst über die Pressemitteilung von den Neubauplänen des Senats erfahren und sind über die fortgesetzte Kaltschnäuzigkeit im Vorgehen entsetzt. Das Ergebnis ist entsprechend so unausgegoren wie die Planungen zur Monsterbrücke. Murks bleibt Murks. So wollen wir nicht regiert werden!“

Kontakt für Rückfragen: presse@initiativesternbruecke.org

3 Kommentare zu „Scheinlösung der Stadt nur für die großen Clubs, die kleinen lässt der Senat hängen – Erneut Planung ohne Beteiligung der Bürger:innen

  1. Ein Teil der Lösung für die Strese ist der Bau der zusätzlichen A7-Querung zwischen Holstenkamp und Luruper Chaussee.

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