Horrorsommer an der Sternbrücke. Unsere Pressemitteilung vom 08.04.2026

Max-Brauer-Allee acht Wochen gesperrt, Anwohner:innen für ein bis zwei Tage evakuiert. Wohl massive Einschränkungen für lokales Gewerbe. Deutsche Bahn (DB) und Stadt halten sich bedeckt.

Nur auf wiederholte Nachfragen bestätigte die DB am letzten Donnerstag per E-Mail an einzelne Anwohner:innen die kursierenden Gerüchte: Die Max-Brauer-Allee wird im Sommer zwischen Schulterblatt und Stresemannstraße für „voraussichtlich“ 8 Wochen gesperrt. Anwohner:innen der Strecke können während des Transports der Brücke „voraussichtlich“ Ende Juli für ein oder zwei Tage nicht in ihre Wohnungen. (E-Mail siehe Anlage)

Auf die Gewerbetreibenden an der Transportstrecke kommen wohl erhebliche Einschränkungen zu – von denen sie bislang nichts wussten und auf die sie erst von der Initiative Sternbrücke aufmerksam gemacht wurden.

Die bisherige Praxis der Deutschen Bahn, nur sehr kurzfristig vor nächtlichen lauten Bauarbeiten die Anwohner:innen zu informieren, hat regelmäßig zu Chaos bei Betroffenen und der Berliner Hotel-Hotline der DB geführt. Zuletzt hatte die DB mitten in den Weihnachtsferien über Bauarbeiten rund um die Uhr ab Anfang Januar informiert.

„Was hier mitten in den Sommerferien passieren soll, stellt die Betroffenen vor echte Probleme. Was ist mit Familien, die den Sommer zuhause verbringen, oder was passiert an geplanten Ab- und Anreisetagen, an denen Betroffene in die Wohnung müssen? Was passiert mit mobilitätseingeschränkten Personen, und sollen etwa die Geschäfte entlang der Strecke für zwei Monate schließen?“, fragt Marlies Thätner, Sprecherin der Initiative.

Die Bahn spricht von behördlichen Auflagen, die zur Evakuierung der Anwohner:innen führen. Also muss es bereits konkrete Planungen und Abstimmungen mit Behörden geben.

„Bahn und Stadt müssen nun umgehend mit den konkreten Planungen für den Transport der Monsterbrücke an die Öffentlichkeit. Schließlich sind hier bestimmt 500 Menschen und eine ganze Reihe von Gewerbetreibenden entlang der Strecke existenziell betroffen“, so Axel Bühler, Sprecher der Initiative Sternbrücke.

Pressekontakt Initiative Sternbrücke:

Marlies Thätner, Sprecherin, +49-173-9241563

Axel Bühler, Sprecher, +49-172-9429551

presse@initiativesternbruecke.org

Anlage – E-Mail der Deutschen Bahn vom 2.4.2026


Anfang der weitergeleiteten Nachricht:

Von: info.sternbruecke info.sternbruecke@deutschebahn.comAttachment.tiff

Betreff: AW: Gerüchte Transport Brücke Sommer & Beeinträchtigungen der Anwohner:innen

Datum: 2. April 2026 um 13:36:17 MESZ

An: (…)

Sehr geehrter (…),

vielen Dank für Ihre Nachricht und bitte entschuldigen Sie unsere verspätete Rückmeldung. Der Transport der neuen Sternbrücke von ihrer Montagefläche zur Kreuzung Stresemannstraße/Max-Brauer-Allee soll in der Tat voraussichtlich Ende Juli erfolgen. Dies geschieht mittels eines speziellen modularen Transportgeräts, auch SPMT oder umgangssprachlich „Tausendfüßler“ genannt. Solche Fahrzeuge sind speziell für den Transport schwerer Lasten konzipiert.

Für die Vorbereitung des Transports ist eine Sperrung der Max-Brauer-Allee zwischen der Stresemannstraße und dem Schulterblatt für voraussichtlich acht Wochen erforderlich. Außerdem wird es aufgrund behördlicher Auflagen erforderlich sein, dass sich Anwohnende für einen kurzen Zeitraum (ein bis zwei Tage) nicht in ihren Wohnungen aufhalten. Hierüber werden wir Betroffene außerdem zeitnah gesondert und ausführlich informieren.

Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Matthias Kürzinger

Stakeholdermanagement und Öffentlichkeitsbeteiligung (V.II-N-T 41)

Infrastrukturprojekte Nord

DB InfraGO AG

Hammerbrookstr. 44, 20097 Hamburg

Mobil: +49 1523 3139775

MS Teams: Chat | Call

—–Ursprüngliche Nachricht—–

Von: (…)

Gesendet: Sonntag, 29. März 2026, 21:10

An: info.sternbruecke info.sternbruecke@deutschebahn.comAttachment.tiff

Betreff: Re: Gerüchte Transport Brücke Sommer & Beeinträchtigungen der Anwohner:innen

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich würde mich zumindest über eine kurze Rückmeldung in den unten genannten Angelegenheiten freuen – im Hamburg Journal und Abendblatt haben Sie ja den 31.7. als Termin für den Einbau der neuen Brücke genannt, aber weitere Details zu den Themen unten nicht.

Mit freundlichen Grüßen

(…)

Am 24.03.2026 um 07:57 schrieb (…):

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir wohnen in der Max-Brauer-Allee (…).

Bei uns machen Gerüchte über den Transport der Brücke im Sommer die Runde, z. B. dass die Häuser entlang der Strecke für längere Zeit evakuiert werden müssten, unsere Wohnungen nicht erreichbar seien und die Leitungen abgestellt würden. Diese Gerüchte empfinden wir als beunruhigend.

Unserer Erfahrung nach waren sie bislang eher kurzfristig unterwegs, haben uns spät informiert und nur wenige Tage Zeit zur Suche einer Unterkunft gelassen. Da der Transport mitten in den Sommerferien liegt, wäre es wichtig, rechtzeitig über Umfang und Dauer der Beeinträchtigungen Bescheid zu wissen.

Über eine kurzfristige Rückmeldung würden wir uns freuen.

Mit freundlichen Grüßen

(…)


Pflichtangaben anzeigen: https://www.deutschebahn.com/pflichtangaben/20260401

Nähere Informationen zur Datenverarbeitung im DB-Konzern finden Sie hier:

https://www.deutschebahn.com/de/konzern/datenschutz

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