Sternbrücke, 22769 Hamburg info@initiativesternbruecke.org

Bahn muss bei der Planung der Sternbrücke nachbessern!

Überraschung im Verkehrsausschuss & Etappensieg für Initiative Sternbrücke. Senator Tjarks unter Druck.

„Die Verkehrsbehörde und die Bahn erhalten jetzt die Quittung für ihre Hinterzimmerplanung. Wir sagen: die aktuelle Planung steckt in der Sackgasse. Wir fordern Bahn, Stadt und Bürgerschaft auf, den Mut für einen Neuanfang aufzubringen und die laufende Planung sofort zu stoppen,“ so Marlies Thätner, Sprecherin der Initiative Sternbrücke. „Wir wollen eine ‚atemberaubend schöne‘ Sternbrücke, auf die Hamburg auch in 100 Jahren noch stolz sein kann, nicht eine Monsterbrücke, für die sich alle schämen.“

In der Anhörung im Verkehrsausschuss der Bürgerschaft teilten Bahn und Senat gestern Abend überraschend mit, dass das Planfeststellungsverfahren zur Sternbrücke teilweise neu aufgerollt werden muss. In Einwendungen und einer Online-Petition beim Deutschen Bundestag hatten Anwohner:innen, Denkmalverein und Initiative Sternbrücke die fehlende Umweltverträglichkeitsprüfung bemängelt, die bei einem derartig massiven Eingriff in die Stadt unverzichtbar ist.

Laut Senat und Bahn führen diese berechtigten Einwendungen nun zu einer Neuauflage wesentlicher Teile des Planfestellungsverfahrens: neue Gutachten, erneute Auslegung der Planungsunterlagen durch die Wirtschaftsbehörde, Möglichkeit für Einwendungen, Erwiderung der Bahn, und Rücksendung an Eisenbahnbundesamt zur Prüfung und Genehmigung. In der ersten Runde hatte dieser Prozess bereits ein Jahr in Anspruch genommen. Von einer Verzögerung der Planfeststellung und einer entsprechenden Kostensteigerung ist auszugehen.

Im weiteren Verlauf des Verkehrsausschusses geriet Verkehrssenator Anjes Tjarks zunehmend unter Druck: auch 5 Jahre nach der Bestellung einer 108 m langen und 26 m hohen, stützenfreien Brücke konnte die Verkehrsbehörde keine Planung zur Stresemannstraße vorlegen. Auch hartnäckige Nachfragen der Abgeordneten Heike Sudmann (Die Linke) und Anke Frieling (CDU) konnten nicht erhellen, wozu unter der der Sternbrücke die geforderte 26 m breite Stresemannstraße dienen soll, wenn vor und hinter der Brücke teilweise nur 20 m für den Verkehr zur Verfügung stehen. Das Aufweitungsverlangen der Stadt und die Vorgabe der Stützenfreiheit ist eine wesentliche Ursache für die Größe der Brücke und verpflichtet zu allem Überfluss die Stadt, die Hälfte der Baukosten zu tragen (mind. 60 Mio EUR).

Marlies Thätner fordert: „Das Aufweitungsverlangen der Stadt muss zurückgezogen werden. Zusammen mit inzwischen über 17700 Unterzeichner:innen unserer Online-Petition appellieren wir erneut an Bürgermeister Tschentscher und Bürgermeisterin Fegebank: Stoppen Sie Bahn und Ihren Verkehrssenator. Stoppen Sie die Monsterbrücke.“

Kontakt: presse@initiativesternbruecke.org

Marlies Thätner, +49-173-9241563, Sprecherin Initiative Sternbrücke

Für diese Pressemitteilung Axel Bühler +49-172-9429551

Online-Petition beim Deutschen Bundestag zur fehlenden Umweltverträglichkeitsprüfung:

https://epetitionen.bundestag.de/content/petitionen/_2021/_09/_02/Petition_125923.html

Online-Petition auf Change.org:

https://www.change.org/p/hamburger-senat-sternbrücke-erhalten-klimaschutz-jetzt

(…) wenn es uns gelingt, eine atemberaubend schöne Brücke zu machen unter den Rahmenbedingungen, dann klären sich die anderen Fragen von selbst. Und da müssten wir nicht immer abschichten, geht nicht, dürfen wir nicht, können wir nicht, wollen wir nicht, sondern wir gehen auf ein gutes Ziel zu.
Reiner Nagel, Vorstandsvorsitzender Bundesstiftung Baukultur, Potsdam am 17.12.2020 in der Expert:innenanhörung der Bürgerschaft zur Sternbrücke

Petition: Umweltverträglichkeitsprüfung.

Stopp des laufenden Planfeststellungsverfahrens bezüglich des Ersatzneubaus der Sternbrücke in Hamburg

Für Schnelle:

Hier Petition zeichnen:
https://epetitionen.bundestag.de/content/petitionen/_2021/_09/_02/Petition_125923.html

Zeichnet die Petition zum Stopp des Planfeststellungsverfahrens. Zunächst mal die Umweltverträglichkeit ordentlich prüfen!

Text der Petition

Mit der Petition wird gefordert, das laufende Planfeststellungsverfahren in Zusammenhang mit dem Ersatzneubau der Sternbrücke in Hamburg-Altona umgehend zu stoppen und eine ordnungsgemäße Prüfung der Umweltbelange auf der Grundlage des Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG) durchzuführen. Die Einschätzung des Eisenbahn-Bundesamtes, auf eine förmliche Umweltverträglichkeitsprüfung verzichten zu können, ist fehlerhaft und missachtet wesentliche Anforderungen der Anlage 3 des UVPG.

Begründung

Diese Petition wird von einer Bürgerinitiative eingereicht.
Die Sternbrücke, 1925 erbaut und seit 2013 als Baudenkmal geschützt, gilt als herausragendes Zeugnis deutscher Ingenieursbaukunst. Mit ihrer authentischen Gestalt und exponierten Lage ist sie ein zentrales Landmark für den ganzen Stadtteil. Nach den Planungen der DB soll die historische Brücke nicht grundsaniert, sondern durch einen Neubau ersetzt werden. Gemäß einem Aufweitungsverlangen der Stadt soll der Kreuzungsbereich stützenfrei ausgebildet werden. Diese entscheidende Prämisse führt zu einer vollkommen überdimensionierten, bautechnisch andersartigen Brückenkonstruktion, die den Rahmen eines einfachen Ersatzneubaus bei Weitem sprengt. Im Vergleich Neubau (zu Bestand) Länge 108m (75m), Breite 24m (17m), Höhe 26m (7m). Es ist eine 4-jährige Bauzeit geplant.
Allein die Dimension und die Projektmerkmale des Bauvorhabens begründen eine besondere Schwere und Komplexität der möglichen Umweltauswirkungen und damit die UVP-Pflicht. (Selbst nach den eigenen Standards des EBA wird bei umfassenden, einem Neubau gleichzusetzenden Ausbauvorhaben i.d.R. eine UVP durchgeführt.)
Das Zusammenwirken mit anderen Vorhaben, hier die direkt mit dem Brückenbau verknüpfte Straßenbaumaßnahme, wird in der Vorprüfung nicht berücksichtigt. Es wurden keine räumlich und zeitlich verbindlichen Planungen zum Um- und Ausbau des Kreuzungsbereichs vorgelegt. Dies bedeutet u. a., dass die aus der Kombination beider Bauvorhaben tatsächlich resultierenden baubedingten Umweltbelastungen für eine große Zahl von Personen nicht ordnungsgemäß geprüft wurden.
Denkmäler als wesentliche Bestandteile des kulturellen Erbes sind besonders zu berücksichtigen. In der Vorprüfung wurde auf laufende Abstimmungen mit der Stadt verwiesen, jedoch wurde explizit „mit dem Stand 06/2015 und dem Ansatz – Bauwerk nicht unter Denkmalschutz – geplant.“ Der Denkmalschutz der Sternbrücke wurde somit rechtswidrig übergangen, trotz der maximal nachteiligen Auswirkungen auf das geschützte Objekt, nämlich des Komplettabrisses. Die spätere Zusage der Denkmalschutzbehörde, sie wolle sich „dem Rückbau nicht weiter widersetzen“, ändert daran nichts.
Nicht sachgerecht berücksichtigt wird auch der Schutzwert „Landschaft“, hier das Stadtbild. Verkannt werden die vorhandenen visuellen, kulturellen, städtebaulichen Schutzwerte des historisch geprägten Stadtraums – und die optisch erdrückende Wirkung des Neubaus für eine große Anzahl von Personen. Das Bauwerk wird als eklatanter Maßstabsbruch, wesensfremde Überprägung und irreversible Verunstaltung des Stadtbilds in Erscheinung treten. Diese bauliche Dominanz kann durch Einzelmaßnahmen, z. B. Baumpflanzungen, weder abgemildert noch kompensiert werden. Der nicht nur mögliche, sondern anhand der Visualisierungen des Brückenneubaus durch die DB sofort erkennbare massive und unverhältnismäßige Eingriff in die gewachsene Stadtlandschaft wird von der Vorprüfung als Qualitätskriterium jedoch vollständig ignoriert

Hier Petition zeichnen:
https://epetitionen.bundestag.de/content/petitionen/_2021/_09/_02/Petition_125923.html

Aktuelles: Planfeststellungsverfahren und Film „Sternstunde Null“

Aktuelles zum Planfeststellungsverfahren Sternbrücke

Die Wirtschaftsbehörde sabotiert Bürger-Beteiligung – Die Erwiderungen der Bahn unzureichend – Die Planung ist nicht genehmigungsfähig

Lest hier unsere aktuelle Pressemitteilung zur Lage… „Klick“

Dokumentarfilm „Sternstunde Null“ jetzt online

Der Dokumentarfilm „Sternstunde Null“ entstand 2020 und 2021 und verdichtet mehr als 20 Interviews zu einem differenzierten Bild der aktuellen Vorgänge um die Sternbrücke.

Und hier mehr Infos zum Entstehungsprozess und den Machern… „Klick“.

22.07.2021, 19:30… das Kreiselkonzert mit TRAMPER

Am Donnerstag beglückt uns Tramper an der Sternbrücke. Neulich war er da. Begeistert von der Stimmung beim Kreiselkonzert hat schnell seine Gitarre geholt und gemeinsam mit Maetzo die Sternbrücke gerockt. Tramper hat natürlich seine 12-Saitige im Gepäck. Dazu kommen Looper und mehr. Er präsentiert eigene Songs und Covers für die gemeinsame Mitsingparty. Kommt vorbei.

Wir bleiben laut: Keine Monsterbrücke. Sternbrücke erhalten.

tramper.de

15.07.2021 – 19:30 … Kreiselkonzert-Demo mit SEQUOIA

Es wird schön und laut(er) an der Sternbrücke. Kommt alle. Zeigt mit Eurem Erscheinen, dass Ihr auf Kultur an der schönen Brücke steht… und nicht auf ’ne Monsterbrücke.

Und wer es nicht gesehen hat… heute Ankündigung mit Interview in der taz… Link zur taz…

08.07.2021 : 19:30 … Endlich: Kreiselkonzert mit Klara Brauer

Klara Brauer kommt… mit Gitarre, Keyboard, Gesang… zaubert mit Effekten und Loopern und vergisst neben all der Technik nicht, dass es eigentlich um gute Songs geht.

Beim letzten Versuch war das Wetter viel zu schlecht. Wir hoffen, dass das Wetter diesen Donnerstag super wird.

01.06.21 , 19:30 Kreiselkonzert-Demo mit den Cigaretten

Heute wird es eeeetwas lauder. Die Cigaretten kommen.

Ihr auch?

Wie immer direkt an der Sternbrücke…

24.06. 19:30 … Kreiselkonzert-Demo mit JADE LAGOON

Kommt zur Sternbrücke an den Kreisel.

Für Euch spielen Jade Lagoon. Es wird gut.

17.06.21/19:00: Kreiselkonzert Special mit 4Vier-Kollektiv-Superhelden

Yeah. Die Superhelden vom Amt für Superkräfte kommen an die Sternbrücke. Es gibt Musik und Performance.

Nichts soll Euch davon abhalten, auch in Eurem Superkräfte-Outfit zu erscheinen! Ihr müsst ja nicht gleich mit einem Gleitschirm kommen… (…) aber Andeutungen von Superkräfteumhängen, Superschuhe und Supershirts sind natürlich an diesem Abend schwer angesagt. Natürlich (hoffentlich) wird auch das Wetter wieder Super-Gut.

Das wirvier-Kollektiv betreibt derzeit in Altona (beim Mercado) das „Amt für Superkräfte“ als offizielle Anlaufstelle, um Superkräfte zu sammeln, auszubilden und kollektive Kräfte im Stadtteil zu stärken. 

Außerdem wird am Donnerstag das Sieben-Punkte-Manifest vorgestellt, welches wir gemeinsam mit den Initiativen St. Pauli Code Jetzt, Viva La Bernie, Schilleroper und Knallt am Dollsten für eine solidarische Stadtentwicklung verfasst haben.

Kommt vorbei und demonstriert mit uns für den Erhalt der Sternbrücke.

10.06.21: Kreiselkonzert mit Maetzo und ‚wir‘ bei den Superhelden in Altona

Immer (naja fast immer) gibt es Donnerstag unser Kreiselkonzert für den Erhalt der Sternbrücke. Diesmal mit Maetzo: bestes feinfühliges Singer-Songwriter-Feeling für einen sicherlich super Sommer-Abend.
https://www.instagram.com/p/COs3-FMKhWj/

UDNUNDUNDUND:
Wir sind wieder bei den Superhelden in Altona (ab 14 Uhr) und informieren rund um die Sternbrücke und bündeln alle Superkräfte für den Erhalt.

Kreiselkonzert mit Maetzo