Sternbrücke, 22769 Hamburg info@initiativesternbruecke.org

Demorave am 10.12.2022

Weihnachtszeit ist Demorave-Zeit. Unsere Freunde vom EcoPolis Kollektiv veranstalten einen Rave an der Sternbrücke.

Das Schlechte zuerst: Nach Plänen der Stadt Hamburg und der Deutschen Bahn soll ab 2023 unsere geliebte Sternbrücke mitsamt ihrer über Jahrzehnte gewachsenen kleinteiligen Struktur einer Monsterbrücke weichen, die eine vierspurige Straße überspannen soll. 90 Bäume entlang der Max-Brauer-Allee werden allein für den Transport des Ungetüms an seinen Einsatzort gefällt.

Und nun das Gute:
Am Samstag, den 10.12.2022, steigt von 13 bis 21 Uhr ein Demorave zum Erhalt des magischen Ortes und seiner einzigartigen Umgebung. Wir tanzen friedlich zu harmonisch, schwungvollen House- und Techno-Beats an und auf der Kreuzung unter unserer Brücke und weisen lautstark auf unsere Forderung hin: „Umbau Sternbrücke – nur MIT uns!“ Kommt früh und kommt zahlreich, mit Bannern und Plakaten, auf denen ihr eure Liebe zur Sternbrücke bekundet. Nutzt euer Recht zur Mitsprache! www.instagram.com/electronicbridge und t.me/DemoRaveSternbrueckeHamburg

Zu kalt? Gib’s nicht: Wir tanzen uns warm.

Pressemitteilung der Initiative Sternbrücke zur Veranstaltung der Deutschen Bahn am 01.12.2022

Sternbrücke, aber richtig! Senat und Bahn verkaufen Menschen und Presse in Hamburg für dumm.  Zu den heute vorgestellten Planungen von Deutsche Bahn und Senat erklären die Sprecher:innen der Initiative Sternbrücke,

Marlies Thätner und Axel Bühler: „Bahn und Senat planen die teure Monsterbrücke offensichtlich stumpf weiter. Sie verkaufen mit den heute groß angekündigten, und dann doch nur kosmetischen Änderungen Menschen und Presse in Hamburg für dumm.   Die Planung ist und bleibt so mangelhaft, dass sie nach Einschätzung unserer Anwält:innen vor Gericht keinen Bestand haben wird. Die Initiative Sternbrücke bereitet gemeinsam mit anderen Initiativen und privaten Eigentümer:innen Verbands- und Privatklagen gegen das Projekt vor.   

Sternbrücke, aber richtig: Wir fordern Bahn und Senat im Interesse einer schnellen Klärung auf, das Gerichtsverfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht zu vermeiden, und die Planungen mit städtebaulichem Wettbewerb und vernünftiger öffentlicher Beteiligung sofort neu zu starten.   Zumindest aber erwarten wir von Senat und Bahn, dass vor abschließender gerichtlicher Klärung der Planfeststellung weder Bäume gefällt noch Häuser abgerissen werden.“   

Unsere Argumente noch einmal in Stichpunkten:

 Der Brückenneubau erdrückt die gewachsene Stadt und kleinteilige Kultur um die Brücke herum, die Klimabilanz des Neubaus ist verheerend, die Baumfällungen nur für den Transport der Brücke werden das Mikroklima in der Max-Brauer-Allee drastisch verschlechtern, der klar überlegene Neubau-Entwurf von Prof Brauer/Dr Meyer, der all das überflüssig macht, wird nicht einmal erwähnt. Das alles auf Grundlage der Wünsch-Dir-Was-Forderung der Verkehrsbehörde nach Platz für Mobilität auf der der Stresemannstraße – ohne jedes Verkehrskonzept. 

Kontakt: presse@initiativesternbruecke.org
Marlies Thätner, +49-173-9241563, Sprecherin Initiative Sternbrücke 
Axel Bühler +49-172-9429551, Sprecher Initiative Sternbrücke   

Aktueller Stand Planfeststellungsverfahren   Im laufenden Planfeststellungsverfahren liegen Stadt und Bahn inzwischen fast 400 Einwendungen von betroffenen Menschen, Verbänden und Behörden vor. Sie werden derzeit hinter verschlossenen Türen gebündelt, bearbeitet und vermutlich noch in diesem Jahr dem Eisenbahnbundesamt vorgelegt. Die federführende Wirtschaftsbehörde scheint sich vor einem eigentlich vorgesehen Erörterungstermin der Einwendungen drücken zu wollen. Wir rechnen mit einem Planfeststellungsbeschluss Ende 2022 / Anfang 2023. Eine Klage muss innerhalb von 4 Wochen eingereicht werden. Bahn und Stadt beabsichtigen derzeit unbeeindruckt von Protesten, Einwendungen und Alternativentwürfen, mit Vorbereitungen für den Neubau Anfang 2023 zu beginnen. In Bauphase Null werden voraussichtlich im Frühjahr 2023 als erstes die Bäume in der Max-Brauer-Allee gefällt.

Großes Kino! 03.+15.12.

Den tollen Film von Paul Uhlig zur Sternbrücke gibt es jetzt im Doppelpack mit einem Film von Anders Lang zum Diebsteich-Projekt zu sehen.

03.12. : Schaltzentrale Bullerdeich

UND

15.12. : 3001 Kino

Natürlich beide Male mit Diskussionsrunde.

Weitere Informationen weiter unten.

Wir freuen uns auf Euch! Kommt zahlreich und bringt Freunde mit.

Sternbrücke goes Filmabend II

Stadtkultur Double-Feature mit Diskussionsrunde: Die Hamburger Stadtplanung, die Deutsche Bahn und wir: die Geschichte einer Entfremdung. Zwei Dokumentarfilme über eine komplizierte Beziehung.


Diebsteich, Anders Lang, D 2022, 45 min

Diebsteich: eine S-Bahn-Station, Gewerbegebiet, Wohnviertel, ein alter Friedhof. Lange Zeit ein fast vergessener Ort. Doch jetzt steht der Hamburger Stadtteil vor großen Veränderungen. Der Fernbahnhof Altona soll nach Diebsteich verlegt werden und die Stadt plant eine Neuausrichtung des Quartiers – mit Büro- und Hoteltürmen, einer Konzerthalle für 5000 Gäste und einem Fußballstadion. Dafür wird unter anderem das kubanische Café, ein beliebter Nachbarschaftstreff, der Abrissbirne zum Opfer fallen. Der Film erzählt von den Sorgen und Widerständen der Anwohner*innen, die sich bei der Entwicklung ihres Stadtteils übergangen fühlen.

Alle Infos: diebsteich.de

Sternstunde Null, Paul Uhlig, D 2021, 45 min

„Sternstunde Null“ ist ein Dokumentarfilm über den geplanten Abriss und Neubau der Sternbrücke in Hamburg-Altona und die Auswirkungen auf den Stadtteil und die dort angesiedelte Kulturszene. Im Rahmen der Produktion wurden die Ereignisse und Entwicklungen seit der Veröffentlichung der Neubaupläne filmisch begleitet, sowie mehr als 20 Interviews geführt mit Vertretern aus Kultur, Wissenschaft, Politik und den Betroffenen vor Ort. Unter anderem zu Wort kommen: Clubbetreiber Marco Francke und Stefanie Rettinger, Filmemacher Fatih Akin, BDA Vorsitzender Daniel Kinz, Mobilitätsforscherin Dr. Philline Gaffron (TUHH), Redakteur & Industriearchäologe Sven Badua, Vertreter der lokalen Bürgerbewegungen, sowie einige politische Akteure.


Stadtkultur Double-Feature: „Diebsteich“ & „Sternstunde Null“ am 15.12.2022 mit Diskussionsrunde im Anschluss
Tür auf um 18h30, Filme ab 19:00

Eintritt frei.

3001 Kino
Schanzenstraße 75 im Hof
20357 Hamburg

Filmvorführung – „Sternstunde Null“ am 03.12.2022 mit Diskussionsrunde im Anschluss
Tür auf um 17:30, Film ab 18h
Eintritt frei.
Schaltzentrale (HALLO: Verein zur Förderung raumöffnender Kultur e.V.)

Bullerdeich 14b

20537 Hamburg

Sternbrücke goes Filmabend

Zwei Jahre sind seit dem „Walk of Shame“ vergangen, über ein Jahr seit dem 7-Punkte-Papier „Moin Hamburg, so geht Stadt“. Aber in St. Pauli und Altona hat sich nichts zum Besseren gewendet. Auch die Zukunft der Sternbrücke ist nach wie vor ungewiss, trotz der heftigen Kritik aus den umliegenden Stadtteilen und den guten Argumenten gegen die geplante neue Monsterbrücke.

„Sternstunde Null“ ist ein Dokumentarfilm über den Abriss- und Neubauplan für die Sternbrücke in Altona sowie die Auswirkungen auf den Stadtteil und die dort angesiedelte Kulturszene. Im Rahmen der Produktion wurden die Ereignisse und Entwicklungen seit der Veröffentlichung der Neubaupläne filmisch begleitet, sowie mehr als 20 Interviews geführt mit Vertretern aus Kultur, Wissenschaft, Politik und den Betroffenen vor Ort.

Wohl oder Übel Filmabend: „Sternstunde Null“ am 17.11.2022 mit Diskussionsrunde im Anschluss
Tür auf um 20:00, Film ab ca. 20:30.
Eintritt frei, Getränke gegen Spende.
Wohl oder Übel
Wohlwillstraße 10, 20359 Hamburg

Politischer Filmclub – „Sternstunde Null“ am 24.11.2022 mit Diskussionsrunde im Anschluss
Tür auf um 19:00, Film ab ca. 19h30.
Eintritt frei.
Kölibri (Stadtteilzentrum & OKJA)
Hein-Köllisch-Platz 12, 20359 Hamburg

Aktuelle Stimmen zur Sternbrücke

Wir haben Passanten und Anwohner gefragt, was sie über die geplante Brücke denken… hier im Video…

Es geht (auch) um die Bäume! Demo am 01.10.2023

Samstag, 01.10. , 11-13 Uhr

Kämpft mit uns für eine neue Planung der Sternbrücke. Verhindert mit uns die Fällung von vielen Stadtbäumen.

Gebt den Bäumen Eure Stimme!

Warum sollen an der Max-Brauer-Allee fast 50 Bäume gefällt werden?

Die Deutsche Bahn und der Hamburger Senat planen einen Neubau der Sternbrücke. Die Sternbrücke ist die Eisenbahnüberführung über die Stresemannstraße / Max-Brauer-Allee. Dort steht seit 1926 die denkmalgeschützte Sternbrücke.

Die Deutsche Bahn und der Hamburger Senat haben sich auf eine monströse Konstruktion geeinigt:

Die neue Sternbrücke soll 108 Meter lang, 24 Meter breit und 3.600 Tonnen schwer werden. Sie soll nach Bahn-Plänen in einem Stück auf der „Brammer-Fläche“ gebaut werden und dann die Max-Brauer-Allee entlang zu ihrem Einsatzort transportiert werden. Bei diesem Transport sind die

Alleebäume im Wege. Deshalb sollen sie gefällt werden.

Laut den Unterlagen im Planfeststellungsverfahren geht es um 90 Bäume, davon fallen 54 unter die Hamburger Baumschutzverordnung. Einige dieser Bäume stehen auf der „Brammer-Fläche“, die heute als Parkplatz und als Beach-Club („Central Park“) genutzt wird. Etwa 40 dieser Bäume säumen die Max-Brauer-Allee. Es sind Stiel-Eichen, die meisten sind 1984 gepflanzt worden – sie sind also über 40 Jahre alt. Stiel-Eichen haben mit ihren sehr langen, tief in den Boden reichenden Pfahlwurzeln selbst einem trockenen und heißen Sommer wie dem vergangenen eine gute Überlebenschance.

Das Schanzenviertel gehört zu den am dichtesten besiedelten Gegenden Hamburgs – das Mikroklima braucht diese alten Eichen!

Was fordert die Initiative Sternbrücke?

Wir fordern eine neue Planung an der Sternbrücke. Angesichts des Klimawandels sind innerstädtische Baumfällungen keine Option mehr.

Der Hamburger Architekt Karsten Brauer hat einen Alternativvorschlag zur Monsterbrücke vorgelegt, der weitgehend ohne Fällungen auskommen würde. Senat und Deutsche Bahn weigern sich bislang, das zu prüfen.

Sternbrücke: Denkanstöße.

Kann das Ihr Ernst sein? Lassen Sie uns nochmal drüber reden…

Liebe Politik, liebe Deutsche Bahn!
Wer A sagt, muss nicht B sagen! Klimaschutz und eine verantwortungsvolle Stadtplanung dürfen nicht einer „Das ziehen wir jetzt durch“-Haltung zum Opfer fallen! Alle an einen Tisch! Die Brückenplanung muss noch einmal auf den Prüfstand!

Wir appelieren an die Bahn, die Senator*innen, die Bezirksamtsleiterin und alle Beteiligten und Betroffenen: Lassen Sie uns doch nochmal über die Sternbrücke reden. Wir sind uns sicher: Wir finden gemeinsam eine Lösung ohne Monsterbrücke und ohne Bäumefällen und mit einem zukunftsweisenden Verkehrskonzept.

Fahrrad Sternfahrt

Zwischenstopp Sternbrücke! 
Rettet Hamburgs Natur.

Die Route Drei der Fahrrad-Sternfahrt „Rettet Hamburgs Natur vor dem Senat!“ hält für etwa 10 Minuten an der Sternbrücke und protestiert hier gegen die vom Hamburger Senat beschlossene Fällung von 90 Bäumen im Rahmen des Monsterbrückenbaus. Dann geht‘s weiter zum Rathaus.

Kommt also am 10.09. gegen 13:30 Uhr zum Kreisel und lasst uns die Fahrraddemo hier begrüßen! Mehr Infos auf www.rettet-hh-Natur.de


Sternbrücke neu denken!

Im Hamburger Abendblatt vom 24.08.2022 gibt es einen sehr spannenden Artikel zum Thema Sternbrücke und insbesondere zum alternativen Brückenentwurf von Prof. Karsten Brauer. Details zur Machbarkeit wurden jetzt vom renommierten Ingenieursbüro WP-Ingenieure geprüft und bestätigt.

Hier die Kernaussagen des Artikels:

– Der alternative Entwurf passt besser ins Stadtbild
– Wäre ca. 30% günstiger als die Monsterbrücke
– Es müssten keine oder nur wenige Bäume gefällt werden
– Es müssten weniger Gebäude im Umfeld der Brücke abgerissen werden
– Spart Material und ist damit klimaschonender zu bauen
– Die Clubs könnten wieder zurück in ihre alten Räumlichkeiten (oder stark erneuerte) unter der Brücke

Wir sind gespannt, ob und wie die Politik reagiert. Verkehrssenator Anjes Tjarks könnte jetzt beweisen, dass er sich wirklich für das Stadtklima, gewachsene Kultur und die Menschen hier im Viertel interessiert und dafür kämpft und nicht nur in vorauseilendem Gehorsam alles abnickt, was die Bahn fordert oder seine Vorgänger vor vielen Jahren für richtig erachteten.

Videoanimation der Brückenalternative…

Ein neuer Brückenentwurf: Leicht, luftig, ohne Stützen für viel viel Verkehrsraum, ohne Abholzung von Bäumen, ohne Abriss von Häusern und dann noch günstiger und klimaschonend.
© WP Ingenieure mit Google Earth

Was macht eigentlich der Umweltsenator?

Der Verkehrssenator Anjes Tjarks ist zwar ein Grüner, doch das hilft den Bäumen in der Max-Brauer-Allee leider nicht. Für den Bau und Transport der Monsterbrücke sollen hier 90 Bäume gefällt werden – und das in einer der am dichtest besiedelten Ecken Hamburgs.

Und was macht Umweltsenator und Parteifreund Herr Kerstan? Es ist wirklich fällig, dass sich seine Behörde zu Wort meldet und den Erhalt des Baumbestandes fordert!
Denn es gibt Möglichkeiten, einen Neubau der Sternbrücke so zu konstruieren, dass fast keine Bäume gefällt werden müssten. Das weiß die Verkehrsbehörde, das weiß die Umweltbehörde.