Sternbrücke, 22769 Hamburg info@initiativesternbruecke.org

Scheinlösung der Stadt nur für die großen Clubs, die kleinen lässt der Senat hängen – Erneut Planung ohne Beteiligung der Bürger:innen

Pressemeldung Initiative Sternbrücke, 17.12.2020

Die heute vorgelegten Planungen für mögliche Clubneubauten an der Sternbrücke zeigen, was auf die Lippenbekenntnisse von Senat und Bezirk in Sachen Beteiligung zu geben ist: nichts.

Nach dem Motto ‚Hauptsache gute Nachrichten‘ schieben jetzt Finanzsenator, Verkehrssenator, Kultursenator und Bahn handstreichartig eine luftige Planung der drei bekanntesten Clubs Waagenbau, Fundbuereau und Astrastube nach vorne und verkaufen hübsche 3D-Filmchen als Rettung des Kulturstandortes Sternbrücke.

Allerdings – die Pläne für den riesenhaft wirkenden Club-Neubau haben mit der Sternbrücke, wie sie weit über Hamburg hinaus bekannt ist und die die vielen Unterstützer:innen erhalten wollen (vgl. www.change.org/sternbruecke) rein gar nichts zu tun. Nonchalant wird das Künstlerhaus Faktor beseitigt, die anderen kleinen Bars kommen ebenso wenig vor. 

Die einfallslosen Entwürfe zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie in der Höhe zum geplanten Neubau der Sternbrücke passen. Und wie opportunistisch hier von beiden Seiten vorgegangen wird, zeigt sich darin, dass die Pläne selbstverständlich auch bei einer Sanierung der Brücke umsetzbar wären – und das sofort.

Seit April fordern betroffene Bürger:innen von Senat und Bezirk eine vernünftige Beteiligung an der Planung der Zukunft der Sternbrücke. Die jetzt vorgelegten Pläne für das Club-Haus machen vor allem eines deutlich: Wer den Senat im Hinterzimmer planen läßt, akzeptiert Stück für Stück die Zerstörung der gewachsenen Stadtkultur – Esso-Häuser, Paulihaus und jetzt Sternbrücke sprechen eine deutliche Sprache.

Dazu Axel Bühler von der Initiative Sternbrücke:

„Wir haben erst über die Pressemitteilung von den Neubauplänen des Senats erfahren und sind über die fortgesetzte Kaltschnäuzigkeit im Vorgehen entsetzt. Das Ergebnis ist entsprechend so unausgegoren wie die Planungen zur Monsterbrücke. Murks bleibt Murks. So wollen wir nicht regiert werden!“

Kontakt für Rückfragen: presse@initiativesternbruecke.org

Jetzt aktiv werden: Einwendung schreiben

Stadt und Deutsche Bahn AG treiben weiterhin ihre Pläne voran, die Sternbrücke ab 2023 abzureißen und in vier Jahren Bauzeit eine 26 Meter hohe Stabbogenbrücke (Stil „Fehmarnsundbrücke“) zu errichten. Und das trotz aller Proteste aus dem

Viertel und massiver Kritik von Expert*innen (wie z.B. dem Bund Deutscher Architekten und Architektinnen (BDA) Hamburg, dem Hamburger Denkmalrat oder dem Denkmalverein Hamburg e.V.).

Nutze jetzt die Möglichkeit: Schreibe Deine Einwendung. Zeige wie Du von dem Neubau der Brücke betroffen bist und fordere Deine Rechte ein.

Bis zum 22.12.2020 liegen die Planfeststellungsunterlagen für Bürger und Bürger*innen aus. Du findest Sie zum Lesen und/oder Runterladen auf www.hamburg.de, Stichwort: „Erneuerung Eisenbahnüberführung Sternbrücke“. Bis zum 5. Januar kannst Du Deine Einwendungen formulieren und einreichen. Wichtig: Hier gilt nicht der Poststempel, sondern der Empfang, (den Du Dir auch bei persönlicher Abgabe bestätigen lassen können). Formuliere Deine persönliche Betroffenheit und stelle Deine Forderungen: Was muss hier anders laufen? Alle Einwendungen müssen von der Bahn Punkt für Punkt bearbeitet werden.

In einigen Monaten erfolgt eine Anhörung dazu, an der Du, wenn Du möchtest, als Einwender*in (und nur dann!) teilnehmen kannst.

Nutzen Dein Ihr Recht!

Hier geht es weiter…

Einwendung schreiben: Kurzübersicht

Mögliche Einwendungsgründe

Einwendung: FAQ & Tipps

Briefvorlage der schriftlichen Einwendung

Samstag „Walk of Shame“ durch St. Pauli und die Schanze

Petition: Fast 11.000 für den Erhalt der Sternbrücke – Tendenz steigend! Politische Auseinandersetzung wird härter 

Im breiten Bündnis mit weiteren Initiativen aus St. Pauli lädt die Initiative Sternbrücke am Samstag ab 15 Uhr zu einem „Walk of Shame“, bei dem mehrere aktuelle Fehlplanungen des Senates besichtigt und erläutert werden, darunter auch die Sternbrücke.

Die Petition für den Erhalt der Sternbrücke hatte am Montag die Marke von 10.000 Unterstützer:innen erreicht und liegt inzwischen bei fast 11.000.

Die Initiative Sternbrücke begrüßt die klare Positionierung der SPD Altona gegen den derzeitigen Brückenentwurf und die gestrige Entscheidung des Verkehrsausschusses in der Bürgerschaft, im Dezember mit Expert:innen eine Anhörung zur Sternbrücke durchzuführen.

Stefan Steinberg, Sprecher der Initiative Sternbrücke: „Dem Senat weht aus Altona und St. Pauli eine steife Brise ins Gesicht. Der Walk of Shame im breiten Bündnis mit anderen Initiativen ist ein klares Signal: So wollen wir nicht regiert werden. Die klare Positionierung der SPD Altona zur Sternbrücke gibt Rückenwind. Die Expert:innenanhörung in der Bürgerschaft macht deutlich, dass auch die Hamburger Parlamentarier:innen von der Senatslinie zur Brücke nicht überzeugt sind.“

Am morgigen Samstag, den 21. November sind alle Hamburgerinnen und Hamburger eingeladen, ab 15 Uhr ab dem Millerntorplatz den „Walk of Shame“ mitzulaufen. Die Initiativen „St. Pauli Code JETZT“, Viva la Bernie, Initiative Esso Häuser, WOHL ODER ÜBEL, St. Pauli selber machen, Park Fiction und die Initiative Sternbrücke folgen der Spur des Geldes, einmal quer durch St. Pauli. Kommt alle mit – auf eine Safari zu Immobilien und Verbrechen und zu Förderfällen, die sich als Milliardär entpuppen. Spazier mit gegen Büroklotz, Monsterbrücke und Verdrängung und für ein buntes St. Pauli. (Infos unter: https://www.stpaulicodejetzt.de/)

In der Petition für den Erhalt der Sternbrücke fordern die Unterzeichnenden Bürgermeister Peter Tschentscher und Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank auf, das laufende Planfeststellungsverfahren für die Monsterbrücke unverzüglich zu stoppen und das Verlangen für die Aufweitung der Stresemannstraße und die Finanzierungszusage in Höhe von 60 Mio EUR an die Deutsche Bahn zurückzunehmen. Stattdessen sollte der Senat endlich ein transparentes Beteiligungsverfahren mit Anwohnenden und Betroffenen für die Sanierung der alten Brücke und mit zweispuriger Verkehrsführung auf der Stresemannstraße beginnen. (Infos unter: https://www.change.org/sternbruecke)

Kontakt für Rückfragen: presse@initiativesternbruecke.org

Neue Bikelane zeigt, wo die Reise hingeht: Sternbrücke erhalten, Mobilitätswende jetzt!

Pressemeldung Initiative Sternbrücke und ADFC Hamburg

Die Initiative Sternbrücke und der ADFC Hamburg begrüßen die neue Pop-up-Bikelane als ersten Schritt in Richtung Mobilitätswende an der Sternbrücke. 

Was fehlt ist die konsequente Weiterführung der Fahrradwege unter der Sternbrücke hindurch. Ausgerechnet die großzügigen Abbiegespuren auf der Max-Brauer-Allee bleiben auf beiden Seiten der Sternbrücke erhalten. Autoverkehr hat hier weiterhin Vorrang.

Hier wird deutlich: Wenn der Autoverkehr sowohl auf Max-Brauer-Allee als auch auf der Stresemannstraße einspurig in jede Richtung wird, kann der Senat die denkmalgeschützte Brücke erhalten und muss das Stadtbild nicht mit einem überdimensionierten Neubau zerstören. Eine entsprechende Verkehrsskizze hat der ADFC bereits vorgelegt (vgl. Abbildung unten). 

Dazu Axel Bühler von der Initiative Sternbrücke: 

„Die neue Bikelane zeigt, dass unter der Sternbrücke die Mobilitätswende sofort umgesetzt werden kann: Mit nur einer Spur pro Richtung für den Autoverkehr und ordentlichen Radwegen. Der geplante Neubau ist überflüssig und kostet die Stadt 60 Mio EUR.“ 

Dazu Jens Deye vom ADFC: 

„Wir brauchen ein gesamtstädtisches Konzept für eine zukunftsfähige Mobilität. Insbesondere der übergeordnete Durchgangsverkehr muss konsequent aus der Stadt herausgehalten werden. Das bedeutet, dass wir zukünftig mit deutlich weniger Kfz-Verkehr auch an der Sternbrücke planen sollten.

Zum Verkehr an der Sternbrücke: 

Die Behörde für Verkehr und Mobilitätswende besteht darauf, dass die Verkehrsplaner*innen nur mit einer größeren Brücke bessere Bedingungen für den Rad-, Bus- und Fußverkehr schaffen könnten. Dahinter stecken allerdings eher politische als fachlichen Gründe: Der Riesen-Neubau wurde von der bislang SPD-geführten Verkehrsbehörde vorangetrieben, um den Autoverkehr auszubauen. Nun soll die Verkehrswende dafür herhalten, dass man diese Planung politisch nicht mehr eingefangen kriegt. Die hierfür genannten Argumente haben jedoch bei genauer Betrachtung keinen Bestand:  

Die Stresemannstraße ist westlich und östlich der Brücke nur unter 20 Meter breit und eng bebaut. Daher gibt es neben den bereits bestehenden vier Autospuren nur schmale Gehwege – und keinen Platz für zusätzliche Radspuren (siehe Skizze der Verkehrsbehörde, rot markiert die erwähnten Bereiche). Um die Verkehrswende umzusetzen, muss also vor allem für die Bereiche vor und hinter der Brücke eine Lösung gefunden werden – und die kann nur heißen, den Autoverkehr zu reduzieren. 

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Der ADFC Hamburg hat hierfür eine alternative Verkehrsskizze entworfen, die zeigt, wie die historische Brücke und die Verkehrswende zusammengehen. Zentraler Ansatz sind neue Bus- und Fahrradspuren, eine zweispurige Stresemannstraße für den motorisierten Individualverkehr sowie „Busweichen“ vor der Brücke, die für einen reibungslosen öffentlichen Nahverkehr sorgen.

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Alternative Verkehrsplanung des ADFC zur Sternbrücke (Klick für PDF)

Aktuell läuft eine Online-Petition für den Erhalt der Sternbrücke mit bald 10.000 Unterschriften. Weitere Informationen unter www.initiativesternbruecke.org

Kontakt für Rückfragen: presse@initiativesternbruecke.org

Nach Senatsenscheidung:
Die Monsterbrücke ist noch lange nicht gebaut

Mobilitätswende geht auch mit Sanierung – Senatsentscheidung politisch mutlos

Die Monsterbrücke ist noch lange nicht gebaut Mobilitätswende geht auch mit Sanierung – Senatsentscheidung politisch mutlos 
Online-Petition für Erhalt der Brücke hat über 4800 Unterstützer:innen

Wir bleiben dabei: Der überdimensionierte Entwurf der Sternbrücke ist mit Blick auf Kultur, Städtebau, Stadtentwicklung und urbanes Leben ein Desaster. Der Senat opfert die Schanze, weil Bürgermeister Peter Tschentscher und Verkehrssenator Tjarks der politische Mut fehlt, eine fehlerhafte Planung zu korrigieren.

Die Sternbrücke als Hemmschuh für die Mobilitätswende darzustellen, ist sachlich falsch und vorgeschoben. Jedes Kind sieht sofort, dass 20 m vor und hinter der Brücke die Stresemannstraße enger bleibt als die Kreuzung unter der neuen Brücke. Mobilitätswende ist – wenn gewollt – mit einer Sanierung machbar. Und Fachleute haben noch vor wenigen Wochen bestätigt, dass die Sanierung für die Stadt die kostengünstigste Lösung wäre.

Mit der Verkündung der Senatsentscheidung in einem Hintergrundgespräch für die Presse setzt Anjes Tjarks die arrogante Politik seiner Vorgänger fort – nicht ein einziges Mal sind in der Sache Sternbrücke in den letzten 15 Jahren Bewohner:innen der Schanze, Gewerbetreibende, Besucher:innen der Clubs an der Entwicklung der Zukunft der Brücke beteiligt worden. So wollen wir nicht regiert werden.

Die gestrige Entscheidung des Senats politisch mutlos und aus unserer Sicht fachlich falsch. Wir fordern die Bürgerschaft auf, die entsprechende Senatsdrucksache (die immer noch nicht vorliegt) in den Ausschüssen unter Einbeziehung von Bürger:innen und der Fachöffentlichkeit gründlich zu prüfen und die Entscheidung zu korrigieren.

Die Initiative wird ihren politischen Kampf um eine bessere Lösung für die Sternbrücke weiterführen. Wir rechnen mit weiteren Protesten im Viertel, wir werden unsere Rechte im Rahmen der öffentlichen Auslegung und Anhörung zur Planung wahren, Klagen gegen den Brückenbau sind in Vorbereitung. Die Monsterbrücke ist noch lange nicht gebaut.

Die Online-Petition für den Erhalt der Sternbrücke und ein vernünftiges Beteiligungsverfahren wird von prominenten Hamburger:innen und bislang mehr als 4800 Unterzeicher:innenunterstützt.(www.change.org/sternbruecke).

Seit März 2020 engagiert sich die Initiative Sternbrücke für die Rettung der Brücke. Die Initiative besteht aus Anwohner:innen, Interessenvertreter:innen wie dem Denkmalverein Hamburg e.V. und dem Wagenplatz ZOMIA sowie interessierten Bürger:innen. Die Initiative möchte mit ihrem ortsspezifischen Wissen im Rahmen einer gut strukturierten Beteiligung eine geeignete Lösung für die gesamte Situation rund um die Brücke erreichen.

Kontakt für Rückfragen: presse@initiativesternbruecke.org

Folge der geplanten Monsterbrücke:
Wird die Max-Brauer-Allee zur Max-Brauer-Straße?

Für den Transport der geplanten Monsterbrücke müssen 44 Bäume gefällt werden. Die Initiative Sternbrücke markiert mit der Protestaktion die geplante Fällung. Die Online-Petition für Erhalt der Brücke hat mehr als 4500 Unterstützer:innen.

Die gesamte Max-Brauer-Allee von der Sternbrücke bis zum Schulterblatt wird seit Sonntagmittag von orangefarbenen Holz-Kreuzen und zahlreichen Plakaten an den Bäumen gesäumt. Die Initiative Sternbrücke protestiert mit der Aktion gegen die geplante Fällung von 44 Straßenbäumen für einen möglichen Neubau der Sternbrücke. Sie fordert stattdessen, die bisherige Neubau-Planung zu stoppen und die Bäume und die historische Brücke samt ihrer Nachbarbebauung zu erhalten.

Die Online-Petition für den Erhalt der Sternbrücke und ein vernünftiges Beteiligungsverfahren wird von prominenten Hamburger:innen und bislang mehr als 4500 Unterzeicher:innen unterstützt (change.org/sternbruecke).

Wenn es nach den Plänen der Deutschen Bahn geht, wird ab 2023 eine überdimensionierte Brückenkonstruktion auf der sogenannten „Brammer Fläche“ vorbereitet. Für deren einmaligen Transport und Einbau anstelle der historischen Sternbrücke plant die Bahn, sämtliche größtenteils über 60 Jahre alten Bäume zwischen Schulterblatt und Sternbrücke zu fällen. Ein solches Vorgehen würde eklatant dem Klima- und Naturschutz der selbsternannten „Grünen Metropole Hamburg“ widersprechen. Der Senat wurde gerade erst dafür kritisiert, dass die Anzahl der Straßenbäume seit Jahren abnimmt und erst in den letzten 5 Jahren 3.500 Bäume verlorengegangen sind.

Gerade ältere Straßenbäume sind in Zeiten des Klimawandels überlebenswichtig, weil sie die Temperaturen in den Städten deutlich senken und damit das Risiko von Hitzetoden senken. Sie speichern zudem CO2, sind wichtiger Lebensraum für Tiere und nicht zuletzt unverzichtbar für einen angenehmen Lebensraum für die Menschen.

Seit März 2020 engagiert sich die Initiative Sternbrücke für die Rettung der Brücke. Die Initiative besteht aus Anwohner:innen, Interessenvertreter:innen wie dem Denkmalverein Hamburg e.V. und dem Wagenplatz ZOMIA sowie interessierten Bürger:innen. Die Initiative möchte mit ihrem ortsspezifischen Wissen im Rahmen einer gut strukturierten Beteiligung eine geeignete Lösung für die gesamte Situation rund um die Brücke erreichen.

Kontakt für Rückfragen: presse@initiativesternbruecke.org

Die Petition unterschreiben: https://change.org/sternbruecke

01.11.20 – 12:00
Großer Umzug für die Bäume

BAUMLOSE ALLEE UND MONSTERBRÜCKE – DIE ZUKUNFT DIESES AREALS?

Mit Musik, Kreuzen und Schildern ziehen wir am 1.11 vom Schulterblatt bis zur Sternbrücke von Baum zu Baum: Wir weisen mit unserer Aktion daraufhin, dass für den Transport einer monströsen neuen Brücke als Ersatz der gegenwärtigen denkmalgeschützten Brücke auch noch 44 Bäume fallen werden!

Grüne Metropole Hamburg ? – Wie passt es in eine moderne Metropole, die sich Klimaziele gesetzt und die Neupflanzung von Bäumen fördert.Stadtbäume sind unbedingt zu erhalten. Sie verarbeiten CO2, speichern dieses im Holz, bieten Abkühlung und Schatten, sind Lebensraum für Tiere … Und schließlich gestalten sie einen schönen angenehmen Lebensraum für Bewohner*innen sowie Besucher*innen.Die 44 Bäume zwischen Schulterblatt und Sternbrücke sind 60 Jahre alt und müssen gefällt werden, weil der Senat und die Bahn beschlossen haben die denkmalgeschützte historische Sternbrücke durch einen monströsen Neubau zu ersetzen:

Nur für den Transport dieser überdimensionalen Brücke werden diese Bäume gefällt!

UNTERSTÜTZT UNSERE AKTION AM 01.11 VON 12–14 UHR
  • 44 Bäume erhalten
  • Eine historische Brücke zu erhalten
  • Eine klimafreundliche Stadt entwickeln
  • Demokratische Beteiligung an der Planung erreichen

Kommt zur angemeldeten Kundgebung, markiert mit uns mit Schildern und Musik die Bäume und unterzeichnet unsere Petition.

PETITON: https://change.org/sternbruecke

Prominente Unterstützung für die Sternbrücke

Wir haben in den letzten Wochen ausgewählte Hamburgerinnen und Hamburger gefragt, wie sie zum geplanten Abriss der Sternbrücke stehen. Um es gleich vorwegzunehmen: Da war niemand so richtig happy! Und alle unterstützen die neue Petition „Sternbrücke erhalten – Klimaschutz jetzt!“. Ihre filmischen Statements veröffentlichen wir in den kommenden Tagen peu a peu auf Facebook, Instagram, Twitter und natürlich hier:

Fatih Akin, Filmemacher
Dr. Nikolas Hill, ehem. Kulturstaatsrat
Bettina Steinbrügge, Kunstverein Hamburg e.V.
Andrea Rothaug, Rockcity Hamburg e.V.
Oke Göttlich, Präsident des FC St. Pauli
Jan Delay, Chefstyler
Nina Petri, Schauspielerin
Berit Eichler, Anwohnerin Stresemannstraße
Prof. Dr. Gesa Ziemer, HafenCity Universität
Frank Otto, Medienunternehmer
Peter Lohmeyer, Schauspieler

Seit dem 18. September 2020 können die Hamburgerinnen und Hamburg die Petition „Sternbrücke erhalten – Klimaschutz jetzt!“ unterzeichnen. Mit der Petition sammelt die Initiative Sternbrücke Unterschriften für den Erhalt der historischen Brücke, für eine klimafreundliche Stadt und eine demokratische Beteiligung an der Planung.

Pressemeldung vom 30.08.20

Fit für Mobilitätswende:
ADFC und Initiative Sternbrücke stellen Vision vor

Ein neues Verkehrskonzept des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) Hamburg zeigt, wie eine moderne Verkehrsplanung mit der historischen Sternbrücke zu vereinbaren ist. „Neue Geh- und Radwege und eine Vorrangregelung für die Busse machen die Brücke nicht nur attraktiver und sicherer für die Menschen, sondern auch zum Symbol der Mobilitätswende in Hamburg“, sagt Cajus Pruin vom Fahrradclub. Für Autofahrende auf der Stresemannstraße ist je eine Spur in jede Richtung eingeplant, wie es bereits in den Jahren 1991 bis 2002 der Fall war.

Axel Bühler von der Initiative Sternbrücke:
„Jetzt kann der Senat zeigen, wie ernst es ihm mit dem Klima- und Denkmalschutz ist. Eine Sanierung der denkmalgeschützten Brücke und eine Reduktion des Autoverkehrs an der Stresemannstraße wären ein historisches Signal für eine nachhaltige Stadtentwicklung und im Sinne aller Hamburgerinnen und Hamburger.“

Prof. Claus Cajus Pruin vom ADFC Hamburg:
„Wenn Hamburg die Mobilitätswende und seine Klimaschutzziele schaffen will, muss der Senat auch auf Magistralen wie der Stresemannstraße mit sinkenden Kfz-Zahlen planen. Damit ist eine zweispurige Führung an der Sternbrücke problemlos zu schaffen.“ 

Zum Hintergrund:
Dass die Sternbrücke erhalten werden kann, belegt ein gerade veröffentlichtes Gutachten der Kulturbehörde, das von der bundesweiten Fachöffentlichkeit in einem aktuellen Statement unterstützt wird. Für die Stadt Hamburg wäre die Erhaltung der Brücke mit Abstand die günstigste und beste Lösung. Eine Sanierung würde allein von der Bahn bezahlt, während der geplante Neubau mit mindestens 60 Mio EUR von der Stadt bezuschusst werden muss.

Kontakt für Rückfragen: 
Dirk Lau (ADFC Hamburg), Tel.: (040) 32 90 41 16
E-Mail: dirk.lau@hamburg.adfc.de

Pressemeldung 21.08.2020

Stadt vergeudet 60 Mio EUR für überdimensionierte Bahnbrücke

Initiative Sternbrücke fordert Stopp des Planfeststellungsverfahrens

Die Initiative Sternbrücke fordert den Hamburger Senat dringend auf, sich für Erhalt und Sanierung der denkmalgeschützte Sternbrücke einzusetzen, die Finanzzusage von mindestens 60 Mio EUR für den überdimensionierten Neubau-Entwurf der Bahn zurückzuziehen und das laufende Planfeststellungsverfahren für den Neubau politisch zu stoppen. 

„60 Mio EUR für eine überflüssige Monsterbrücke mitten in der Stadt sind nicht vermittelbar. Der Planungsunsinn an der Sternbrücke muss ein Ende haben,“ erklärt Axel Bühler, Sprecher der Initiative Sternbrücke.

Dass die Brücke erhalten werden kann, belegt ein gerade veröffentlichtes Gutachten der Kulturbehörde, das von der bundesweiten Fachöffentlichkeit in einem aktuellen Statement unterstützt wird.

Für die Stadt Hamburg wäre die Erhaltung der Brücke mit Abstand die günstigste und beste Lösung. Eine Sanierung würde allein von der Bahn bezahlt, während der geplante Neubau mit mindestens 60 Mio EUR von der Stadt bezuschusst werden muss. Eine bus- und fahrradfreundliche Verkehrsführung wäre mit der heutigen Sternbrücke problemlos umsetzbar.

Zum Hintergrund:

Die Sternbrücke in Altona ist ein bedeutendes technisches Denkmal, das das Stadtbild von Altona seit bald 100 Jahren prägt und zugleich ein wichtiger Kulturort für ganz Hamburg geworden ist. Dennoch will die Deutsche Bahn AG die Brücke – vor allem aus wirtschaftlichen Gründen – abreißen und durch einen Neubau ersetzen. 

Bei einem Abbruch würden nicht nur die historisch bedeutsame Brücke und ihre Unterbauten mit den darin befindlichen Clubs verloren gehen, sondern es müssten auch mindestens sieben der umliegenden, teils denkmalgeschützten Altbauten abgerissen werden. 

Der aktuell geplante Neubau wäre für das kleinteilige Stadtbild zudem völlig überdimensioniert. Seine Größe begründet sich allein auf der inzwischen veralteten Forderung der Verkehrsbehörde, darunter die Stresemannstraße vierspurig und stützenfrei einrichten zu können. Stadtbild und Baukultur sollen also der autogerechten Stadt geopfert werden, obwohl der Senat sich gerade erst ehrgeizige Klima-Ziele gesetzt hat und das Verkehrsressort seit Kurzem mit Anjes Tjarks einen grünen Senator hat.    

Seit März 2020 engagiert sich die Initiative Sternbrücke für die Rettung der Brücke. Die Initiative besteht aus Anwohnerinnen, Interessenvertretern wie dem Denkmalverein Hamburg e.V. und dem Wagenplatz ZOMIA sowie interessierten Bürgerinnen und Bürgern. Die Initiative möchte mit ihrem ortsspezifischen Wissen im Rahmen einer gut strukturierten Beteiligung eine geeignete Lösung für die gesamte Situation rund um die Brücke erreichen.