Sternbrücke, 22769 Hamburg info@initiativesternbruecke.org

Sternbrücke: Denkanstöße.

Kann das Ihr Ernst sein? Lassen Sie uns nochmal drüber reden…

Liebe Politik, liebe Deutsche Bahn!
Wer A sagt, muss nicht B sagen! Klimaschutz und eine verantwortungsvolle Stadtplanung dürfen nicht einer „Das ziehen wir jetzt durch“-Haltung zum Opfer fallen! Alle an einen Tisch! Die Brückenplanung muss noch einmal auf den Prüfstand!

Wir appelieren an die Bahn, die Senator*innen, die Bezirksamtsleiterin und alle Beteiligten und Betroffenen: Lassen Sie uns doch nochmal über die Sternbrücke reden. Wir sind uns sicher: Wir finden gemeinsam eine Lösung ohne Monsterbrücke und ohne Bäumefällen und mit einem zukunftsweisenden Verkehrskonzept.

Fahrrad Sternfahrt

Zwischenstopp Sternbrücke! 
Rettet Hamburgs Natur.

Die Route Drei der Fahrrad-Sternfahrt „Rettet Hamburgs Natur vor dem Senat!“ hält für etwa 10 Minuten an der Sternbrücke und protestiert hier gegen die vom Hamburger Senat beschlossene Fällung von 90 Bäumen im Rahmen des Monsterbrückenbaus. Dann geht‘s weiter zum Rathaus.

Kommt also am 10.09. gegen 13:30 Uhr zum Kreisel und lasst uns die Fahrraddemo hier begrüßen! Mehr Infos auf www.rettet-hh-Natur.de


Sternbrücke neu denken!

Im Hamburger Abendblatt vom 24.08.2022 gibt es einen sehr spannenden Artikel zum Thema Sternbrücke und insbesondere zum alternativen Brückenentwurf von Prof. Karsten Brauer. Details zur Machbarkeit wurden jetzt vom renommierten Ingenieursbüro WP-Ingenieure geprüft und bestätigt.

Hier die Kernaussagen des Artikels:

– Der alternative Entwurf passt besser ins Stadtbild
– Wäre ca. 30% günstiger als die Monsterbrücke
– Es müssten keine oder nur wenige Bäume gefällt werden
– Es müssten weniger Gebäude im Umfeld der Brücke abgerissen werden
– Spart Material und ist damit klimaschonender zu bauen
– Die Clubs könnten wieder zurück in ihre alten Räumlichkeiten (oder stark erneuerte) unter der Brücke

Wir sind gespannt, ob und wie die Politik reagiert. Verkehrssenator Anjes Tjarks könnte jetzt beweisen, dass er sich wirklich für das Stadtklima, gewachsene Kultur und die Menschen hier im Viertel interessiert und dafür kämpft und nicht nur in vorauseilendem Gehorsam alles abnickt, was die Bahn fordert oder seine Vorgänger vor vielen Jahren für richtig erachteten.

Videoanimation der Brückenalternative…

Ein neuer Brückenentwurf: Leicht, luftig, ohne Stützen für viel viel Verkehrsraum, ohne Abholzung von Bäumen, ohne Abriss von Häusern und dann noch günstiger und klimaschonend.
© WP Ingenieure mit Google Earth

Was macht eigentlich der Umweltsenator?

Der Verkehrssenator Anjes Tjarks ist zwar ein Grüner, doch das hilft den Bäumen in der Max-Brauer-Allee leider nicht. Für den Bau und Transport der Monsterbrücke sollen hier 90 Bäume gefällt werden – und das in einer der am dichtest besiedelten Ecken Hamburgs.

Und was macht Umweltsenator und Parteifreund Herr Kerstan? Es ist wirklich fällig, dass sich seine Behörde zu Wort meldet und den Erhalt des Baumbestandes fordert!
Denn es gibt Möglichkeiten, einen Neubau der Sternbrücke so zu konstruieren, dass fast keine Bäume gefällt werden müssten. Das weiß die Verkehrsbehörde, das weiß die Umweltbehörde.

Einspruchsfrist…

Ein Versuch in demokratischer Teilhabe

Sagt noch bis zum 26.08. Eure Meinung zur Monsterbrücke!

Noch ist Zeit, sich als betroffene Bürgerin zu Worte zu melden und Einwendungen gegen bestimmte Aspekte der Monsterbrücke zu formulieren. Wie das geht, könnt Ihr hier lesen:

Hier gibt’s noch viel mehr zum Thema:

Allgemeines zum Thema Einwendungen,
hier wird ein bisschen juristisch

Konkrete Gründe, etwas gegen die Monsterbrücke zu haben,
hier findest Du Anregungen, was in Deiner Einwendung Platz finden könnte

Initiative Sternbrücke on Tour : 28.06.22 : St. Johannis Kulturkirche Altona : 20 Uhr

Wir gehen on Tour… erstmal nicht so weit. Aber wir informieren Euch in Zukunft an verschiedenen Orten über den Stand der Sternbrücke und diskutieren mit Euch.

Zu sehen gibt es den grandiosen Film zur Sternbrücke von Paul Uhlig. Wir stellen auch das Buch zur Sternbrücke von Merle Diercks und Sally Wichtmann vor.

St. Johannes Kulturkirche Altona : 28.06.20222 : 20 Uhr

Kreiselkonzert kommen bald wieder

Irgendwie war es bitterkalt. Und es regnete immer. Und Künstler*innen wurden krank. Daher fielen zuletzt Kreiselkonzert leider aus. Jetzt ist Winterpause. Wir melden uns im Januar mit News.
Die Kreiselkonzerte bleiben unsere Demonstrationsform für (noch) mehr Kultur an der Sternbrücke, für eine Verkehrswende auf der Stresemannstraße, den Erhalt der alten Brücke und gegen die geplante Monsterbrücke.

Buch zur Sternbrücke. Out now.

Am Donnerstag, den 16ten Dezember (2021) stellen Merle Dierks und Sally Wichtmann ihr Buch zur Sternbrücke vor, in dem sie die gesamte Geschichte der Brücke und des Ortes „Sternbrücke“ aufgearbeitet haben, sowie die aktuelle Debatte festhalten und von allen Seiten beleuchten.Wir freuen uns schon drauf und hoffen, möglichst viele von euch im St. Pauli-Archiv zu sehen!

Bahn muss bei der Planung der Sternbrücke nachbessern!

Überraschung im Verkehrsausschuss & Etappensieg für Initiative Sternbrücke. Senator Tjarks unter Druck.

„Die Verkehrsbehörde und die Bahn erhalten jetzt die Quittung für ihre Hinterzimmerplanung. Wir sagen: die aktuelle Planung steckt in der Sackgasse. Wir fordern Bahn, Stadt und Bürgerschaft auf, den Mut für einen Neuanfang aufzubringen und die laufende Planung sofort zu stoppen,“ so Marlies Thätner, Sprecherin der Initiative Sternbrücke. „Wir wollen eine ‚atemberaubend schöne‘ Sternbrücke, auf die Hamburg auch in 100 Jahren noch stolz sein kann, nicht eine Monsterbrücke, für die sich alle schämen.“

In der Anhörung im Verkehrsausschuss der Bürgerschaft teilten Bahn und Senat gestern Abend überraschend mit, dass das Planfeststellungsverfahren zur Sternbrücke teilweise neu aufgerollt werden muss. In Einwendungen und einer Online-Petition beim Deutschen Bundestag hatten Anwohner:innen, Denkmalverein und Initiative Sternbrücke die fehlende Umweltverträglichkeitsprüfung bemängelt, die bei einem derartig massiven Eingriff in die Stadt unverzichtbar ist.

Laut Senat und Bahn führen diese berechtigten Einwendungen nun zu einer Neuauflage wesentlicher Teile des Planfestellungsverfahrens: neue Gutachten, erneute Auslegung der Planungsunterlagen durch die Wirtschaftsbehörde, Möglichkeit für Einwendungen, Erwiderung der Bahn, und Rücksendung an Eisenbahnbundesamt zur Prüfung und Genehmigung. In der ersten Runde hatte dieser Prozess bereits ein Jahr in Anspruch genommen. Von einer Verzögerung der Planfeststellung und einer entsprechenden Kostensteigerung ist auszugehen.

Im weiteren Verlauf des Verkehrsausschusses geriet Verkehrssenator Anjes Tjarks zunehmend unter Druck: auch 5 Jahre nach der Bestellung einer 108 m langen und 26 m hohen, stützenfreien Brücke konnte die Verkehrsbehörde keine Planung zur Stresemannstraße vorlegen. Auch hartnäckige Nachfragen der Abgeordneten Heike Sudmann (Die Linke) und Anke Frieling (CDU) konnten nicht erhellen, wozu unter der der Sternbrücke die geforderte 26 m breite Stresemannstraße dienen soll, wenn vor und hinter der Brücke teilweise nur 20 m für den Verkehr zur Verfügung stehen. Das Aufweitungsverlangen der Stadt und die Vorgabe der Stützenfreiheit ist eine wesentliche Ursache für die Größe der Brücke und verpflichtet zu allem Überfluss die Stadt, die Hälfte der Baukosten zu tragen (mind. 60 Mio EUR).

Marlies Thätner fordert: „Das Aufweitungsverlangen der Stadt muss zurückgezogen werden. Zusammen mit inzwischen über 17700 Unterzeichner:innen unserer Online-Petition appellieren wir erneut an Bürgermeister Tschentscher und Bürgermeisterin Fegebank: Stoppen Sie Bahn und Ihren Verkehrssenator. Stoppen Sie die Monsterbrücke.“

Kontakt: presse@initiativesternbruecke.org

Marlies Thätner, +49-173-9241563, Sprecherin Initiative Sternbrücke

Für diese Pressemitteilung Axel Bühler +49-172-9429551

Online-Petition beim Deutschen Bundestag zur fehlenden Umweltverträglichkeitsprüfung:

https://epetitionen.bundestag.de/content/petitionen/_2021/_09/_02/Petition_125923.html

Online-Petition auf Change.org:

https://www.change.org/p/hamburger-senat-sternbrücke-erhalten-klimaschutz-jetzt

(…) wenn es uns gelingt, eine atemberaubend schöne Brücke zu machen unter den Rahmenbedingungen, dann klären sich die anderen Fragen von selbst. Und da müssten wir nicht immer abschichten, geht nicht, dürfen wir nicht, können wir nicht, wollen wir nicht, sondern wir gehen auf ein gutes Ziel zu.
Reiner Nagel, Vorstandsvorsitzender Bundesstiftung Baukultur, Potsdam am 17.12.2020 in der Expert:innenanhörung der Bürgerschaft zur Sternbrücke

Petition: Umweltverträglichkeitsprüfung.

Stopp des laufenden Planfeststellungsverfahrens bezüglich des Ersatzneubaus der Sternbrücke in Hamburg

Für Schnelle:

Hier Petition zeichnen:
https://epetitionen.bundestag.de/content/petitionen/_2021/_09/_02/Petition_125923.html

Zeichnet die Petition zum Stopp des Planfeststellungsverfahrens. Zunächst mal die Umweltverträglichkeit ordentlich prüfen!

Text der Petition

Mit der Petition wird gefordert, das laufende Planfeststellungsverfahren in Zusammenhang mit dem Ersatzneubau der Sternbrücke in Hamburg-Altona umgehend zu stoppen und eine ordnungsgemäße Prüfung der Umweltbelange auf der Grundlage des Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG) durchzuführen. Die Einschätzung des Eisenbahn-Bundesamtes, auf eine förmliche Umweltverträglichkeitsprüfung verzichten zu können, ist fehlerhaft und missachtet wesentliche Anforderungen der Anlage 3 des UVPG.

Begründung

Diese Petition wird von einer Bürgerinitiative eingereicht.
Die Sternbrücke, 1925 erbaut und seit 2013 als Baudenkmal geschützt, gilt als herausragendes Zeugnis deutscher Ingenieursbaukunst. Mit ihrer authentischen Gestalt und exponierten Lage ist sie ein zentrales Landmark für den ganzen Stadtteil. Nach den Planungen der DB soll die historische Brücke nicht grundsaniert, sondern durch einen Neubau ersetzt werden. Gemäß einem Aufweitungsverlangen der Stadt soll der Kreuzungsbereich stützenfrei ausgebildet werden. Diese entscheidende Prämisse führt zu einer vollkommen überdimensionierten, bautechnisch andersartigen Brückenkonstruktion, die den Rahmen eines einfachen Ersatzneubaus bei Weitem sprengt. Im Vergleich Neubau (zu Bestand) Länge 108m (75m), Breite 24m (17m), Höhe 26m (7m). Es ist eine 4-jährige Bauzeit geplant.
Allein die Dimension und die Projektmerkmale des Bauvorhabens begründen eine besondere Schwere und Komplexität der möglichen Umweltauswirkungen und damit die UVP-Pflicht. (Selbst nach den eigenen Standards des EBA wird bei umfassenden, einem Neubau gleichzusetzenden Ausbauvorhaben i.d.R. eine UVP durchgeführt.)
Das Zusammenwirken mit anderen Vorhaben, hier die direkt mit dem Brückenbau verknüpfte Straßenbaumaßnahme, wird in der Vorprüfung nicht berücksichtigt. Es wurden keine räumlich und zeitlich verbindlichen Planungen zum Um- und Ausbau des Kreuzungsbereichs vorgelegt. Dies bedeutet u. a., dass die aus der Kombination beider Bauvorhaben tatsächlich resultierenden baubedingten Umweltbelastungen für eine große Zahl von Personen nicht ordnungsgemäß geprüft wurden.
Denkmäler als wesentliche Bestandteile des kulturellen Erbes sind besonders zu berücksichtigen. In der Vorprüfung wurde auf laufende Abstimmungen mit der Stadt verwiesen, jedoch wurde explizit „mit dem Stand 06/2015 und dem Ansatz – Bauwerk nicht unter Denkmalschutz – geplant.“ Der Denkmalschutz der Sternbrücke wurde somit rechtswidrig übergangen, trotz der maximal nachteiligen Auswirkungen auf das geschützte Objekt, nämlich des Komplettabrisses. Die spätere Zusage der Denkmalschutzbehörde, sie wolle sich „dem Rückbau nicht weiter widersetzen“, ändert daran nichts.
Nicht sachgerecht berücksichtigt wird auch der Schutzwert „Landschaft“, hier das Stadtbild. Verkannt werden die vorhandenen visuellen, kulturellen, städtebaulichen Schutzwerte des historisch geprägten Stadtraums – und die optisch erdrückende Wirkung des Neubaus für eine große Anzahl von Personen. Das Bauwerk wird als eklatanter Maßstabsbruch, wesensfremde Überprägung und irreversible Verunstaltung des Stadtbilds in Erscheinung treten. Diese bauliche Dominanz kann durch Einzelmaßnahmen, z. B. Baumpflanzungen, weder abgemildert noch kompensiert werden. Der nicht nur mögliche, sondern anhand der Visualisierungen des Brückenneubaus durch die DB sofort erkennbare massive und unverhältnismäßige Eingriff in die gewachsene Stadtlandschaft wird von der Vorprüfung als Qualitätskriterium jedoch vollständig ignoriert

Hier Petition zeichnen:
https://epetitionen.bundestag.de/content/petitionen/_2021/_09/_02/Petition_125923.html