Sternbrücke, 22769 Hamburg info@initiativesternbruecke.org

Beteiligung an der Sternbrücken-Planung!

16. März 2020 by sternbruecke

Die Sternbrücke mit ihrer Umgebung ist ein Ort von hoher kultureller und städtebaulicher Bedeutung weit über den Bezirk Altona hinaus. Es ist ein gewachsener Stadtraum voller produktiver Widersprüche, der den Alltag von tausenden Menschen prägt – ob sie dort leben, arbeiten, die Kulturangebote nutzen oder einfach nur durchfahren.

Die Deutsche Bahn plant einen Abriss und Neubau der Brücke, der sowohl durch die Veränderung der Brücke selbst, aber auch durch die lange und invasive Bauphase eine massive Intervention in diesen besonderen Stadtraum darstellen und ihn tiefgreifend verändern würde. Im April 2020 soll das Planfeststellungsverfahren für einen möglichen Neubau beginnen, obwohl bislang noch keinerlei Bürger*innenbeteiligung stattgefunden hat.

Wir wünschen uns daher dringend ein umfassendes, qualifiziertes, transparentes und ausreichend finanziertes Beteiligungsverfahren nach Vorbild z.B. der PLANBUDE oder der Stadtwerkstätten in Zusammenarbeit mit Hamburger Hochschulen und Expert*innen.

Dabei soll es um die Brückenkonstruktion, den Stadtraum unterhalb der Brücke, die aktuellen Nutzungen wie die Clubs, die umliegenden Gebäude, die während der Bauphase genutzten Flächen aber auch um das Verhältnis von Wohngebiet und Verkehr und Fragen der Mobilität der Zukunft gehen.

Wir halten einen so umfangreichen Eingriff wie er derzeit droht in dem von uns genutzten städtischen Raum ohne geeignete Beteiligung der Betroffenen für aus der Zeit gefallen. Wir möchten gerne mit unserem ortsspezifischen Wissen im Rahmen eines gut strukturierten Beteiligungsverfahrens eine gute und angemessene Lösung für die Sternbrücke selbst und den Stadtraum um die Sternbrücke erreichen.

Initiative Sternbrücke, März 2020

Abriss der Sternbrücke?! Einladung zu Vernetzung und Austausch am 4. März im Künstlerhaus FAKTOR e.V.

Liebe Anwohner und Anwohnerinnen, Gewerbetreibende, Feiernde, Denkmalfans, Stadtteilaktive und Freundinnen und Freunde alter Brücken!

Wenn es nach den Vorstellungen der Deutschen Bahn geht, steht unserem Viertel bald eine komplette Umgestaltung bevor! Die Sternbrücke samt der darunterliegenden Clubs soll ebenso wie mehrere Häuser abgerissen werden und die Brammerfläche – unter anderem das derzeitige Zuhause des Wagenplatzes Zomia – in eine Riesenbaustelle verwandelt werden.

Und was hieße das dann für uns?

Was würde mit den Clubs und mit dem Kunstverein passieren? Was mit dem Wagenplatz? Und wie sollen wir uns unseren Alltag neben einer Großbaustelle mit dauerhafter Lärmbelästigung, Sperrungen und Staub vorstellen? Haben wir nicht noch andere Ideen für den Umgang mit diesem wichtigen Stadtraum?

Voraussichtlich Mitte März soll eine Infoveranstaltung der Deutschen Bahn stattfinden – danach soll direkt das Planfeststellungsverfahren für einen Brückenneubau starten. Wir vermissen in diesem Zeitplan eine offene Debatte mit den Betroffenen über die beste Lösung!

Es ist unser Viertel und wir denken, dass wir darüber mitzureden haben, wie es hier weitergehen soll. Daher soll­ten wir uns alle treffen – zum Kennenlernen, zum Vernetzen und Vorbereiten, um qualifiziert an der Zukunft der GegenStd mitwirken zu können.

Wir laden alle Betroffenen ein, am 4. März um 20 Uhr zum Künstlerhaus FAKTOR e.V. (Max-Brauer-Allee 229) zu kommen. Es wird keine fertige Agenda und keine vorbereiteten Vorträge geben, sondern einen offenen Gesprächskreis von und für alle Anwesenden.

Explizit nicht eingeladen sind Vertreter und Vertreterinnen von Presse, Politik, Verwaltung und der Deutschen Bahn, da wir uns erst einmal im nachbarschaftlichen Rahmen unterhalten wollen.