Sternbrücke, 22769 Hamburg info@initiativesternbruecke.org

Initiative fordert: Aktuelle Planung zur Sternbrücke stoppen!

Senat muss Weichen für die Mobilität der Zukunft stellen

Die Initiative Sternbrücke fordert den Senat auf, die aktuelle Planung zur Sternbrücke umgehend zu revidieren und das angekündigte Planfeststellungsverfahren auszusetzen. Um seine selbst auferlegten Klimaziele zu erfüllen, muss der Senat an der Sternbrücke die Weichen für die Mobilität der Zukunft stellen. Die Kultur und das gewachsene Stadtbild dürfen nicht der autogerechten Stadt geopfert werden.

Dafür sind folgende Maßnahmen notwendig:
–   Die Stresemannstraße muss auf zwei Spuren reduziert werden, um daneben qualitätvolle Radwege zu schaffen.
–   Die denkmalgeschützte Brücke sollte erhalten oder nur durch eine Brücke gleichen Ausmaßes ersetzt werden.
–   Alle relevanten Altbauten sind zu erhalten.
–   Der Kulturort Sternbrücke muss gesichert und weiterentwickelt werden.

Zum Hintergrund:
Am vergangenen Donnerstag hat die Deutsche Bahn gemeinsam mit den zuständigen Senatsbehörden Neubau-Entwürfe für die Sternbrücke veröffentlicht, die jeden städtebaulichen Maßstab sprengen. Die Sternbrücke sowie angrenzende Bauwerke an Max-Brauer-Allee und Stresemannstraße sollen abgerissen und durch eine völlig überdimensionierte Stabbogenbrücke ersetzt werden. Der Hauptgrund für die Größe der Brücke ist, dass der Verkehrsfluss erhöht werden soll. Eine solche Verkehrsplanung von Vorgestern widerspricht allen dem Klimaschutz, dem Städtebau und der Bürgerfreundlichkeit. Das für 2021 geplante Beteiligungsverfahren ist überflüssig, wenn über Verkehrskonzept und Brückenkonstruktion ohne die Öffentlichkeit entschieden wurde. 
Die Initiative Sternbrücke besteht aus Anwohnerinnen, Vertretern der vor Ort ansässigen Clubs, des Wagenplatzes Zomia, aus dem Denkmalverein Hamburg e.V. sowie interessierten Bürgerinnen und Bürgern. Die Initiative möchte mit ihrem ortsspezifischen Wissen im Rahmen einer gut strukturierten Beteiligung eine geeignete Lösung für die gesamte Situation rund um die Brücke erreichen.

Kontakt für Rückfragen: presse@initiativesternbruecke.org 
INITIATIVE STERNBRÜCKE

https://initiativesternbruecke.org

„Informationsveranstaltung“ der Deutschen Bahn zum Abriss der Sternbrücke

16. April 2020 by sternbruecke

Die Deutsche Bahn lädt superkurzfristig heute um 18 Uhr zu einer Informationsveranstaltung im Altonaer Rathaus, zu der 17 handverlesene BürgerInnen Zugang gewährt wird. Allen anderen Interessierten und Betroffenen bleibt der Livestream der Veranstaltung, welcher auf https://slidesync.com/dJAVOR0knV abgerufen werden kann.

Im Vorfeld gab es etwas Presse zur aktuellen Situation, hier ein Überblick:

taz

MoPo

Abendblatt (paywall!)

NDR

NDR 90,3

Bahnblogstelle

Pressemitteilung: Initiative kritisiert geplanten Abriss der Sternbrücke und fordert umfassende Beteiligung

Die Initiative Sternbrücke kritisiert scharf, dass der Hamburger Senat mit der Sternbrücke ein verkehrsgeschichtlich bedeutendes Baudenkmal ohne Not aufgeben will. Zudem fordert sie ein umfassendes, qualifiziertes, transparentes und ausreichend finanziertes Beteiligungsverfahren zur Zukunft der Sternbrücke und ihrer Umgebung, das der großen städtebaulichen und kulturellen Bedeutung dieses Ortes gerecht wird.

Der aktuell geplante Brücken-Neubau würde eine massive Veränderung dieses besonderen Stadtraumes darstellen. Dahingehende Planungen müssen daher intensiv mit der Öffentlichkeit abgestimmt werden. Die Beteiligung sollte sich jedoch nicht auf eine etwaige neue Brückenkonstruktion beschränken: Es soll auch um den Umgang mit dem Stadtraum unterhalb der Brücke und mit den umliegenden Gebäuden gehen, um die während der Bauphase genutzten Flächen, um die Frage der zukünftigen Nutzungen und der Clubs, aber auch um das Verhältnis von Wohngebiet und Verkehr und Fragen der Mobilität der Zukunft. Vorbild für das Verfahren könnten die PLANBUDE oder die Stadtwerkstätten sein, dabei wäre eine Zusammenarbeit mit Hamburger Hochschulen und Expert*innen angeraten.

Die Initiative Sternbrücke besteht aus Anwohner*innen, Vertreter*innen der vor Ort ansässigen Clubs, des Wagenplatzes Zomia, aus dem Denkmalverein Hamburg e.V. sowie interessierten Bürger*innen. Die Initiative möchte mit ihrem ortsspezifischen Wissen im Rahmen einer gut strukturierten Beteiligung eine geeignete Lösung für die gesamte Situation rund um die Brücke erreichen.

Zum Hintergrund:
Am heutigen Donnerstag hat die Deutsche Bahn kurzfristig zu einer Informationsveranstaltung zur „Erneuerung der Sternbrücke“ ins Altonaer Rathaus eingeladen. Bei der Veranstaltung soll über das in Kürze beginnende Planfeststellungsverfahren für einen möglichen Neubau informiert werden, obwohl bislang keinerlei Form der Bürger*innenbeteiligung stattgefunden hat.
Die Sternbrücke wurde 1925/26 errichtet und steht samt ihrer Unterbauten unter Denkmalschutz. Seit 2005 plant die Deutsche Bahn ihren Abriss und Neubau. Der Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung (LuFV) zwischen der Bahn und dem Bund entsprechend muss die Bahn ihre Sanierungen selbst finanzieren, während Neubauten der Bund finanziert. Im Jahr 2018 hatte ein von der Kulturbehörde beauftragtes Gutachten ergeben, dass die Brücke noch eine lange Erhaltungsfähigkeit besitzt.

Beteiligung an der Sternbrücken-Planung!

16. März 2020 by sternbruecke

Die Sternbrücke mit ihrer Umgebung ist ein Ort von hoher kultureller und städtebaulicher Bedeutung weit über den Bezirk Altona hinaus. Es ist ein gewachsener Stadtraum voller produktiver Widersprüche, der den Alltag von tausenden Menschen prägt – ob sie dort leben, arbeiten, die Kulturangebote nutzen oder einfach nur durchfahren.

Die Deutsche Bahn plant einen Abriss und Neubau der Brücke, der sowohl durch die Veränderung der Brücke selbst, aber auch durch die lange und invasive Bauphase eine massive Intervention in diesen besonderen Stadtraum darstellen und ihn tiefgreifend verändern würde. Im April 2020 soll das Planfeststellungsverfahren für einen möglichen Neubau beginnen, obwohl bislang noch keinerlei Bürger*innenbeteiligung stattgefunden hat.

Wir wünschen uns daher dringend ein umfassendes, qualifiziertes, transparentes und ausreichend finanziertes Beteiligungsverfahren nach Vorbild z.B. der PLANBUDE oder der Stadtwerkstätten in Zusammenarbeit mit Hamburger Hochschulen und Expert*innen.

Dabei soll es um die Brückenkonstruktion, den Stadtraum unterhalb der Brücke, die aktuellen Nutzungen wie die Clubs, die umliegenden Gebäude, die während der Bauphase genutzten Flächen aber auch um das Verhältnis von Wohngebiet und Verkehr und Fragen der Mobilität der Zukunft gehen.

Wir halten einen so umfangreichen Eingriff wie er derzeit droht in dem von uns genutzten städtischen Raum ohne geeignete Beteiligung der Betroffenen für aus der Zeit gefallen. Wir möchten gerne mit unserem ortsspezifischen Wissen im Rahmen eines gut strukturierten Beteiligungsverfahrens eine gute und angemessene Lösung für die Sternbrücke selbst und den Stadtraum um die Sternbrücke erreichen.

Initiative Sternbrücke, März 2020

Abriss der Sternbrücke?! Einladung zu Vernetzung und Austausch am 4. März im Künstlerhaus FAKTOR e.V.

Liebe Anwohner und Anwohnerinnen, Gewerbetreibende, Feiernde, Denkmalfans, Stadtteilaktive und Freundinnen und Freunde alter Brücken!

Wenn es nach den Vorstellungen der Deutschen Bahn geht, steht unserem Viertel bald eine komplette Umgestaltung bevor! Die Sternbrücke samt der darunterliegenden Clubs soll ebenso wie mehrere Häuser abgerissen werden und die Brammerfläche – unter anderem das derzeitige Zuhause des Wagenplatzes Zomia – in eine Riesenbaustelle verwandelt werden.

Und was hieße das dann für uns?

Was würde mit den Clubs und mit dem Kunstverein passieren? Was mit dem Wagenplatz? Und wie sollen wir uns unseren Alltag neben einer Großbaustelle mit dauerhafter Lärmbelästigung, Sperrungen und Staub vorstellen? Haben wir nicht noch andere Ideen für den Umgang mit diesem wichtigen Stadtraum?

Voraussichtlich Mitte März soll eine Infoveranstaltung der Deutschen Bahn stattfinden – danach soll direkt das Planfeststellungsverfahren für einen Brückenneubau starten. Wir vermissen in diesem Zeitplan eine offene Debatte mit den Betroffenen über die beste Lösung!

Es ist unser Viertel und wir denken, dass wir darüber mitzureden haben, wie es hier weitergehen soll. Daher soll­ten wir uns alle treffen – zum Kennenlernen, zum Vernetzen und Vorbereiten, um qualifiziert an der Zukunft der GegenStd mitwirken zu können.

Wir laden alle Betroffenen ein, am 4. März um 20 Uhr zum Künstlerhaus FAKTOR e.V. (Max-Brauer-Allee 229) zu kommen. Es wird keine fertige Agenda und keine vorbereiteten Vorträge geben, sondern einen offenen Gesprächskreis von und für alle Anwesenden.

Explizit nicht eingeladen sind Vertreter und Vertreterinnen von Presse, Politik, Verwaltung und der Deutschen Bahn, da wir uns erst einmal im nachbarschaftlichen Rahmen unterhalten wollen.