Sternbrücke, 22769 Hamburg info@initiativesternbruecke.org

27.05.21: Aktion mit dem Amt für Superkräfte

In Altona hat das Amt für Superkräfte eröffnet.

Mit Superkräften sollen unsere politischen Probleme gelöst werden. Mit großer Mehrheit wurde die Lösung (der Erhalt) des Problems „Sternbrücke“ von den Bürgern als wichtiges, erstes Anliegen ausgewählt.

Nun sammeln auch wir alle Superkräfte für den Erhalt der denkmalgeschützten Sternbrücke.

Wir sind in Altona:
27.05.2021, ab 11 Uhr
Ottensener Hauptstraße, Ecke Altona Bhf

Es gibt Infos und Musik (ab 16 Uhr). Und wir haben gehört, dass die neuen Superhelden von Altona auch da sind. Vielleicht geben sie ja etwas von ihren Superkräften an Euch ab…

Mehr Infos
Bei Künstlerkollektiv Wir4 … Klick…

Schau das Video (cool!)

(Mit Klick auf das Video stimmts Du den Nutzungsbedinungen von Youtube zu.)

20.05.2021: Kreiselkonzert mit Guacáyo und Max Freigeist, 19:00

Guacáyo und Max Freigeist kommen an die Lieblingsbrücke. Gleich 2 coole Acts an einer Kreiselkonzert-Demo. Kommt raus!

13.05.2021: Kreiselkonzert mit Ri Wesby

Um 19:00 geht es los. Das beliebte Kreiselkonzert zum Erhalt unserer wunderbaren Sternbrücke.

Ri Wesby kreiselkonzert sternbrücke

07.05.2021 : Demo St. Pauli Code Jetzt

Unter dem Motto „Wir bleiben laut“ sammeln wir uns gemeinsam mit vielen anderen am Neuen Pferdemarkt.

07.05. 2021
19h / Neuer Pferdemarkt
Demo – St. Pauli Code Jetzt

Mehr Infos:
Facebook-Link zur Veranstaltung

Das MonsterClubhaus“

Holter di polter!
Der Folgefehler der unerträglichen MonsterBrücke.
Die Stadt Hamburg proudly presents: Das „MonsterClubhaus

Die Stadt Hamburg und Projektentwickler Schierhorn haben mit finanzieller Unterstützung der Deutschen Bahn den Clubs am Standort Sternbrücke einen Bärendienst erwiesen. Die Senatoren verfolgen hier das durchsichtige Interesse, ihrem von vielen Seiten kritisierten Neubauplan einen positiven Spin zu geben. Das MonsterClubhaus steckt zwar voller Ideen, ist aber nicht zu Ende gedacht und es lässt wesentliche Teile der Sternbrückenkultur außen vor.

Die Initiative Sternbrücke setzt sich für den Erhalt der Kultur an der Sternbrücke ein. Die Clubs sind ein Teil dieser Kultur. Anstatt sich für den Erhalt der Brücke einzusetzen und damit auch für den Erhalt ihrer einmaligen Räumlichkeiten in den Kasematten und unter der Brücke, haben die Clubs ein Geschäft mit der Stadt und der Bahn gemacht:

Die Clubs an der Sternbrücke akzeptieren den Abriss eines Denkmals, sie akzeptieren den Abriss von Häusern, sie akzeptieren die Schließung ihrer Räumlichkeiten, sie akzeptieren eine von den Dimensionen und der Gestaltung völlig unpassende Monsterbrücke an der Sternbrücke… – und bekommen dafür ein „MonsterClubhaus“. Mit dieser Planung machen sie kurzerhand das an gleicher Stelle befindliche Künstlerhaus Faktor und auch die Bar227 ohne jede Vorwarnung und Rücksprache platt.

Mal wieder „vergessen“: Bürger:innenbeteiligung

Wie schon bei der Monster-Brückenplanung wurden Anwohner:innen und wichtige Betroffene völlig übergangen. Es gab zu keinem Zeitpunkt Kommunikation über die Clubhaus-Planung, niemand wurde informiert. Die zuvor mehrfach schriftlich und mündlichen gemachten Versprechen (etwa von Verkehrssenator Anjes Tjarks oder der Altonaer Bezirksamtsleiterin Stefanie von Berg), bei der weiteren Umgebungsgestaltung der Brücke die Anwohner:innen im Viertel miteinzubeziehen – und die Fehler bei der Brückenplanung nicht zu wiederholen – sind gebrochen worden.

Wir sind extrem irritiert, dass Senat und Bezirksamt dieses Grundstück in einem intransparenten und strategisch motivierten Verfahren vergeben wollen. Die Deutsche Bahn AG hat nach eigenen Aussagen die Planung mitfinanziert. Es entstand sehr geschickt ein Zusammenhang, den es eigentlich gar nicht gibt: „Eine Rettung der Clubkultur an der Sternbrücke ist nur mit einem Brückenneubau möglich“. Das ist aus unserer Sicht in mehrfacher Hinsicht nicht richtig: a) Es kann auch eine Rettung von Clubs bei Erhalt der alten Brücke geben – und sogar ein Clubhaus und b) es ist nicht klar ob die Räume in den Kasematten bei einer Brückensanierung (und gerade dann) nicht doch zur Verfügung stehen und nutzbar sind.

Ein Ort für Kultur bedingt keinen Brückenneubau

Die bei der Expertenanhörung von Professor Werner Lorenz im Dezember ausgeführten Aspekte, dass ein Neubau der Sternbrücke ökologisch, finanziell und städtebaulich eine Katastrophe sind, geraten inzwischen völlig aus dem Blick. Tatsächlich wird hier seitens der Politik der Versuch unternommen, die Zerstörung eines Baudenkmals und ein umstrittenes Brückenprojekt durch ein (wie auch immer geartetes) Clubhaus zu legitimieren, ungeachtet des noch laufenden Planfeststellungsverfahren für den Neubau der Brücke. Diese neue Brücke ist aber noch nicht gebaut, ja, sie ist noch nicht einmal genehmigt.

Bisher vorgelegt wurde ein erster Entwurf für ein neues Clubhaus auf dem städtischen Grundstück an der Ecke Max-Brauer-Allee/ Stresemannstraße. Dieser Entwurf ist in Dimension und Masse als direktes städtebauliches Pendant zur geplanten Stabbogenbrücke konzipiert. Die Idee des Architekten, alten Klinker und andere Materialien aus dem Abriss der denkmalgeschützten Brücke in die Fassade zu integrieren, spricht für sich.

Wir sind bestürzt und betrübt, wie die Stadt mit dem Kulturort Sternbrücke umgeht. Mit dem Brückenneubau und dem geplanten monströsen Clubhaus verschwindet sowohl ein wertvolles Baudenkmal und auch die Sternbrückenkultur so wie sie gewachsen ist. Die Kultur wird nicht gerettet! Vielmehr entsteht mit dem Clubhaus ein weiterer Fremdkörper, der ohne weitere Rücksicht und Bürger:innen dieses Viertel implementiert werden soll – wie schon die überdimensionierte Brücke.

Keine phantasievolle Kultur, sondern Monster-Club-Kommerz

Das Konzept des Clubhauses wurde uns vor einigen Tagen von John Schierhorn präsentiert. Wir sind von diesem Konzept nicht überzeugt. Phantasievolle, vielfältige und bürgernahe Kulturkonzepte sehen wir hier bisher nicht. Daher ist der Projekttitel folgerichtig Clubhaus (und nicht Kultur-Haus). Das direkte Nebeneinander der Sternbrückenclubs in einem Clubhaus erhält die (bestehenden) Clubs nicht. Es erschafft etwas Neues. Die Verlagerung der Clubs mit ihrem einmaligen Ambiente mag auf dem Papier und in einem schwungvoll verfassten Konzept funktionieren – nicht aber zwingend in der Realität.

Die Idee des MonsterClubhauses wird vor allem von John Schierhorn in seiner Rolle als Projektentwickler vorgetragen wird. John Schierhorn ist gleichzeitig Mitgesellschafter des Waagenbaus. In jedem anderen Kontext würde die Politik um eine solche Konstellation einen großen Bogen machen.

Die Initiative Sternbrücke setzt sich für einen Erhalt der Sternbrückenkultur und der Kultur an der Sternbrücke ein. Die Sternbrückenkultur soll vielfältig und bunt sein und nicht durch einen Club-Supermarkt dominiert werden, welcher durch eine Kita, Proberäume und die Büros von ein paar gemeinnützigen Organisationen flankiert wird. Wir wollen kein Monsterclubhaus als Begründung für eine Monsterbrücke. Wir stehen weiterhin für den schonenden Umgang mit Ressourcen und den Erhalt ursprünglich gewachsener Kultur.

Wir fordern:

  1. Trennung von Nutzer:inneninteressen und Projektplanung – Ausschreibung der Projektplanung für ein gemeinnütziges Kulturhaus an der Sternbrücke.
  2. Zielbild: Stadtteilkultur und Sternbrückenkultur mit lokaler Prägung und überregionaler Wirkung – und nicht einen Club-Supermarkt.
  3. Beteiligung der Anwohner:innen und direkt Betroffenen an der Konzeption und Gestaltung des Clubhauses.

Scheinlösung der Stadt nur für die großen Clubs, die kleinen lässt der Senat hängen – Erneut Planung ohne Beteiligung der Bürger:innen

Pressemeldung Initiative Sternbrücke, 17.12.2020

Die heute vorgelegten Planungen für mögliche Clubneubauten an der Sternbrücke zeigen, was auf die Lippenbekenntnisse von Senat und Bezirk in Sachen Beteiligung zu geben ist: nichts.

Nach dem Motto ‚Hauptsache gute Nachrichten‘ schieben jetzt Finanzsenator, Verkehrssenator, Kultursenator und Bahn handstreichartig eine luftige Planung der drei bekanntesten Clubs Waagenbau, Fundbuereau und Astrastube nach vorne und verkaufen hübsche 3D-Filmchen als Rettung des Kulturstandortes Sternbrücke.

Allerdings – die Pläne für den riesenhaft wirkenden Club-Neubau haben mit der Sternbrücke, wie sie weit über Hamburg hinaus bekannt ist und die die vielen Unterstützer:innen erhalten wollen (vgl. www.change.org/sternbruecke) rein gar nichts zu tun. Nonchalant wird das Künstlerhaus Faktor beseitigt, die anderen kleinen Bars kommen ebenso wenig vor. 

Die einfallslosen Entwürfe zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie in der Höhe zum geplanten Neubau der Sternbrücke passen. Und wie opportunistisch hier von beiden Seiten vorgegangen wird, zeigt sich darin, dass die Pläne selbstverständlich auch bei einer Sanierung der Brücke umsetzbar wären – und das sofort.

Seit April fordern betroffene Bürger:innen von Senat und Bezirk eine vernünftige Beteiligung an der Planung der Zukunft der Sternbrücke. Die jetzt vorgelegten Pläne für das Club-Haus machen vor allem eines deutlich: Wer den Senat im Hinterzimmer planen läßt, akzeptiert Stück für Stück die Zerstörung der gewachsenen Stadtkultur – Esso-Häuser, Paulihaus und jetzt Sternbrücke sprechen eine deutliche Sprache.

Dazu Axel Bühler von der Initiative Sternbrücke:

„Wir haben erst über die Pressemitteilung von den Neubauplänen des Senats erfahren und sind über die fortgesetzte Kaltschnäuzigkeit im Vorgehen entsetzt. Das Ergebnis ist entsprechend so unausgegoren wie die Planungen zur Monsterbrücke. Murks bleibt Murks. So wollen wir nicht regiert werden!“

Kontakt für Rückfragen: presse@initiativesternbruecke.org

Jetzt aktiv werden: Einwendung schreiben

Stadt und Deutsche Bahn AG treiben weiterhin ihre Pläne voran, die Sternbrücke ab 2023 abzureißen und in vier Jahren Bauzeit eine 26 Meter hohe Stabbogenbrücke (Stil „Fehmarnsundbrücke“) zu errichten. Und das trotz aller Proteste aus dem

Viertel und massiver Kritik von Expert*innen (wie z.B. dem Bund Deutscher Architekten und Architektinnen (BDA) Hamburg, dem Hamburger Denkmalrat oder dem Denkmalverein Hamburg e.V.).

Nutze jetzt die Möglichkeit: Schreibe Deine Einwendung. Zeige wie Du von dem Neubau der Brücke betroffen bist und fordere Deine Rechte ein.

Bis zum 22.12.2020 liegen die Planfeststellungsunterlagen für Bürger und Bürger*innen aus. Du findest Sie zum Lesen und/oder Runterladen auf www.hamburg.de, Stichwort: „Erneuerung Eisenbahnüberführung Sternbrücke“. Bis zum 5. Januar kannst Du Deine Einwendungen formulieren und einreichen. Wichtig: Hier gilt nicht der Poststempel, sondern der Empfang, (den Du Dir auch bei persönlicher Abgabe bestätigen lassen können). Formuliere Deine persönliche Betroffenheit und stelle Deine Forderungen: Was muss hier anders laufen? Alle Einwendungen müssen von der Bahn Punkt für Punkt bearbeitet werden.

In einigen Monaten erfolgt eine Anhörung dazu, an der Du, wenn Du möchtest, als Einwender*in (und nur dann!) teilnehmen kannst.

Nutzen Dein Ihr Recht!

Hier geht es weiter…

Einwendung schreiben: Kurzübersicht

Mögliche Einwendungsgründe

Einwendung: FAQ & Tipps

Briefvorlage der schriftlichen Einwendung

Samstag „Walk of Shame“ durch St. Pauli und die Schanze

Petition: Fast 11.000 für den Erhalt der Sternbrücke – Tendenz steigend! Politische Auseinandersetzung wird härter 

Im breiten Bündnis mit weiteren Initiativen aus St. Pauli lädt die Initiative Sternbrücke am Samstag ab 15 Uhr zu einem „Walk of Shame“, bei dem mehrere aktuelle Fehlplanungen des Senates besichtigt und erläutert werden, darunter auch die Sternbrücke.

Die Petition für den Erhalt der Sternbrücke hatte am Montag die Marke von 10.000 Unterstützer:innen erreicht und liegt inzwischen bei fast 11.000.

Die Initiative Sternbrücke begrüßt die klare Positionierung der SPD Altona gegen den derzeitigen Brückenentwurf und die gestrige Entscheidung des Verkehrsausschusses in der Bürgerschaft, im Dezember mit Expert:innen eine Anhörung zur Sternbrücke durchzuführen.

Stefan Steinberg, Sprecher der Initiative Sternbrücke: „Dem Senat weht aus Altona und St. Pauli eine steife Brise ins Gesicht. Der Walk of Shame im breiten Bündnis mit anderen Initiativen ist ein klares Signal: So wollen wir nicht regiert werden. Die klare Positionierung der SPD Altona zur Sternbrücke gibt Rückenwind. Die Expert:innenanhörung in der Bürgerschaft macht deutlich, dass auch die Hamburger Parlamentarier:innen von der Senatslinie zur Brücke nicht überzeugt sind.“

Am morgigen Samstag, den 21. November sind alle Hamburgerinnen und Hamburger eingeladen, ab 15 Uhr ab dem Millerntorplatz den „Walk of Shame“ mitzulaufen. Die Initiativen „St. Pauli Code JETZT“, Viva la Bernie, Initiative Esso Häuser, WOHL ODER ÜBEL, St. Pauli selber machen, Park Fiction und die Initiative Sternbrücke folgen der Spur des Geldes, einmal quer durch St. Pauli. Kommt alle mit – auf eine Safari zu Immobilien und Verbrechen und zu Förderfällen, die sich als Milliardär entpuppen. Spazier mit gegen Büroklotz, Monsterbrücke und Verdrängung und für ein buntes St. Pauli. (Infos unter: https://www.stpaulicodejetzt.de/)

In der Petition für den Erhalt der Sternbrücke fordern die Unterzeichnenden Bürgermeister Peter Tschentscher und Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank auf, das laufende Planfeststellungsverfahren für die Monsterbrücke unverzüglich zu stoppen und das Verlangen für die Aufweitung der Stresemannstraße und die Finanzierungszusage in Höhe von 60 Mio EUR an die Deutsche Bahn zurückzunehmen. Stattdessen sollte der Senat endlich ein transparentes Beteiligungsverfahren mit Anwohnenden und Betroffenen für die Sanierung der alten Brücke und mit zweispuriger Verkehrsführung auf der Stresemannstraße beginnen. (Infos unter: https://www.change.org/sternbruecke)

Kontakt für Rückfragen: presse@initiativesternbruecke.org

Neue Bikelane zeigt, wo die Reise hingeht: Sternbrücke erhalten, Mobilitätswende jetzt!

Pressemeldung Initiative Sternbrücke und ADFC Hamburg

Die Initiative Sternbrücke und der ADFC Hamburg begrüßen die neue Pop-up-Bikelane als ersten Schritt in Richtung Mobilitätswende an der Sternbrücke. 

Was fehlt ist die konsequente Weiterführung der Fahrradwege unter der Sternbrücke hindurch. Ausgerechnet die großzügigen Abbiegespuren auf der Max-Brauer-Allee bleiben auf beiden Seiten der Sternbrücke erhalten. Autoverkehr hat hier weiterhin Vorrang.

Hier wird deutlich: Wenn der Autoverkehr sowohl auf Max-Brauer-Allee als auch auf der Stresemannstraße einspurig in jede Richtung wird, kann der Senat die denkmalgeschützte Brücke erhalten und muss das Stadtbild nicht mit einem überdimensionierten Neubau zerstören. Eine entsprechende Verkehrsskizze hat der ADFC bereits vorgelegt (vgl. Abbildung unten). 

Dazu Axel Bühler von der Initiative Sternbrücke: 

„Die neue Bikelane zeigt, dass unter der Sternbrücke die Mobilitätswende sofort umgesetzt werden kann: Mit nur einer Spur pro Richtung für den Autoverkehr und ordentlichen Radwegen. Der geplante Neubau ist überflüssig und kostet die Stadt 60 Mio EUR.“ 

Dazu Jens Deye vom ADFC: 

„Wir brauchen ein gesamtstädtisches Konzept für eine zukunftsfähige Mobilität. Insbesondere der übergeordnete Durchgangsverkehr muss konsequent aus der Stadt herausgehalten werden. Das bedeutet, dass wir zukünftig mit deutlich weniger Kfz-Verkehr auch an der Sternbrücke planen sollten.

Zum Verkehr an der Sternbrücke: 

Die Behörde für Verkehr und Mobilitätswende besteht darauf, dass die Verkehrsplaner*innen nur mit einer größeren Brücke bessere Bedingungen für den Rad-, Bus- und Fußverkehr schaffen könnten. Dahinter stecken allerdings eher politische als fachlichen Gründe: Der Riesen-Neubau wurde von der bislang SPD-geführten Verkehrsbehörde vorangetrieben, um den Autoverkehr auszubauen. Nun soll die Verkehrswende dafür herhalten, dass man diese Planung politisch nicht mehr eingefangen kriegt. Die hierfür genannten Argumente haben jedoch bei genauer Betrachtung keinen Bestand:  

Die Stresemannstraße ist westlich und östlich der Brücke nur unter 20 Meter breit und eng bebaut. Daher gibt es neben den bereits bestehenden vier Autospuren nur schmale Gehwege – und keinen Platz für zusätzliche Radspuren (siehe Skizze der Verkehrsbehörde, rot markiert die erwähnten Bereiche). Um die Verkehrswende umzusetzen, muss also vor allem für die Bereiche vor und hinter der Brücke eine Lösung gefunden werden – und die kann nur heißen, den Autoverkehr zu reduzieren. 

clip_image004.jpg

Der ADFC Hamburg hat hierfür eine alternative Verkehrsskizze entworfen, die zeigt, wie die historische Brücke und die Verkehrswende zusammengehen. Zentraler Ansatz sind neue Bus- und Fahrradspuren, eine zweispurige Stresemannstraße für den motorisierten Individualverkehr sowie „Busweichen“ vor der Brücke, die für einen reibungslosen öffentlichen Nahverkehr sorgen.

clip_image002.jpg
Alternative Verkehrsplanung des ADFC zur Sternbrücke (Klick für PDF)

Aktuell läuft eine Online-Petition für den Erhalt der Sternbrücke mit bald 10.000 Unterschriften. Weitere Informationen unter www.initiativesternbruecke.org

Kontakt für Rückfragen: presse@initiativesternbruecke.org

Nach Senatsenscheidung:
Die Monsterbrücke ist noch lange nicht gebaut

Mobilitätswende geht auch mit Sanierung – Senatsentscheidung politisch mutlos

Die Monsterbrücke ist noch lange nicht gebaut Mobilitätswende geht auch mit Sanierung – Senatsentscheidung politisch mutlos 
Online-Petition für Erhalt der Brücke hat über 4800 Unterstützer:innen

Wir bleiben dabei: Der überdimensionierte Entwurf der Sternbrücke ist mit Blick auf Kultur, Städtebau, Stadtentwicklung und urbanes Leben ein Desaster. Der Senat opfert die Schanze, weil Bürgermeister Peter Tschentscher und Verkehrssenator Tjarks der politische Mut fehlt, eine fehlerhafte Planung zu korrigieren.

Die Sternbrücke als Hemmschuh für die Mobilitätswende darzustellen, ist sachlich falsch und vorgeschoben. Jedes Kind sieht sofort, dass 20 m vor und hinter der Brücke die Stresemannstraße enger bleibt als die Kreuzung unter der neuen Brücke. Mobilitätswende ist – wenn gewollt – mit einer Sanierung machbar. Und Fachleute haben noch vor wenigen Wochen bestätigt, dass die Sanierung für die Stadt die kostengünstigste Lösung wäre.

Mit der Verkündung der Senatsentscheidung in einem Hintergrundgespräch für die Presse setzt Anjes Tjarks die arrogante Politik seiner Vorgänger fort – nicht ein einziges Mal sind in der Sache Sternbrücke in den letzten 15 Jahren Bewohner:innen der Schanze, Gewerbetreibende, Besucher:innen der Clubs an der Entwicklung der Zukunft der Brücke beteiligt worden. So wollen wir nicht regiert werden.

Die gestrige Entscheidung des Senats politisch mutlos und aus unserer Sicht fachlich falsch. Wir fordern die Bürgerschaft auf, die entsprechende Senatsdrucksache (die immer noch nicht vorliegt) in den Ausschüssen unter Einbeziehung von Bürger:innen und der Fachöffentlichkeit gründlich zu prüfen und die Entscheidung zu korrigieren.

Die Initiative wird ihren politischen Kampf um eine bessere Lösung für die Sternbrücke weiterführen. Wir rechnen mit weiteren Protesten im Viertel, wir werden unsere Rechte im Rahmen der öffentlichen Auslegung und Anhörung zur Planung wahren, Klagen gegen den Brückenbau sind in Vorbereitung. Die Monsterbrücke ist noch lange nicht gebaut.

Die Online-Petition für den Erhalt der Sternbrücke und ein vernünftiges Beteiligungsverfahren wird von prominenten Hamburger:innen und bislang mehr als 4800 Unterzeicher:innenunterstützt.(www.change.org/sternbruecke).

Seit März 2020 engagiert sich die Initiative Sternbrücke für die Rettung der Brücke. Die Initiative besteht aus Anwohner:innen, Interessenvertreter:innen wie dem Denkmalverein Hamburg e.V. und dem Wagenplatz ZOMIA sowie interessierten Bürger:innen. Die Initiative möchte mit ihrem ortsspezifischen Wissen im Rahmen einer gut strukturierten Beteiligung eine geeignete Lösung für die gesamte Situation rund um die Brücke erreichen.

Kontakt für Rückfragen: presse@initiativesternbruecke.org