Sternbrücke, 22769 Hamburg info@initiativesternbruecke.org

Pressemitteilung vom 10.06.2020

Pressemeldung
Sternbrücke: Pop-up-Bikelane Stresemannstraße am 13.6. von 11 bis 17 Uhr

Am kommenden Samstag, den 13.6. können die Hamburgerinnen und Hamburger von 11 bis 17 Uhr erleben, wie fahrradfreundlich die Stresemannstraße mit reduziertem Autoverkehr wäre: In Kooperation mit ADFC veranstaltet die Initiative Sternbrücke eine „Pop-up-Bikelane“ zwischen der Brücke und dem Neuen Pferdemarkt in beide Richtungen. Mit der Aktion möchte die Initiative darauf aufmerksam machen, dass es höchste Zeit für die Verkehrswende an der Stresemannstraße ist, weil die Lösung für die Erhaltung der historischen Sternbrücke (oder einen stadtbildverträglichen Neubau) in der Reduktion des Autoverkehrs und dem Ausbau der Radwege liegt.

Dazu Sonja Nielbock von der Initiative Sternbrücke:
„Die Stadt muss gemäß ihres Klimaplans den Kfz-Verkehr um über die Hälfte senken. Den zentraleren Stadtteilen kommt dabei eine Schlüsselrolle zu, daher muss auch die Stresemannstraße für Autos einspurig in jede Richtung werden.“

„Ein mutiger Ausbau des Radverkehrs ist Voraussetzung dafür, dass der Senat seine selbstgesteckten Klimaziele einhalten kann«, sagt Jens Deye vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC). In seiner Online-Petition »Pop-up-Radwege in Hamburg jetzt«, die inzwischen von fast 11000 Menschen unterschrieben wurde, fordert der Fahrradclub Hamburgs Ersten Bürgermeister Peter Tschentscher und den designierten Senator für Verkehr und Mobilitätswende Anjes Tjarks auf, den Radfahrenden der Stadt deutlich mehr Platz und eine Fahrspur auf Hauptverkehrsstraßen zu geben: change.org/pop-up-radweg-hamburg.

Zum Hintergrund:
Aktuell plant die Deutsche Bahn, die denkmalgeschützte Sternbrücke durch einen völlig überdimensionierten Neubau zu ersetzen, damit die Verkehrsbehörde den Autoverkehr der Stresemannstraße unter der Brücke vierspurig und stützenfrei ausbauen kann. Der Radverkehr würde davon in keiner Weise profitieren: Östlich und westlich der Sternbrücke ist die Stresemannstraße keine 20 Meter breit und bietet nur Platz für schmale Gehwege und vier Straßenspuren. Neue Radwege wären daher nur möglich, wenn man den Kfz-Verkehr auf zwei Spuren reduziert – dann jedoch kann die Sternbrücke ihre alte Dimension behalten.

Die Initiative Sternbrücke besteht aus Anwohnerinnen, Interessenvertretern wie dem Denkmalverein Hamburg e.V. und dem Wagenplatz ZOMIA sowie interessierten Bürgerinnen und Bürgern. Die Initiative möchte mit ihrem ortsspezifischen Wissen im Rahmen einer gut strukturierten Beteiligung eine geeignete Lösung für die gesamte Situation rund um die Brücke erreichen.

Pressemitteilung vom 21.05.2020

Sternbrücken-Planung soll revidiert werden!  
Initiative begrüßt Vorstoß im Bezirk Altona 

Die Initiative Sternbrücke kann einen ersten großen Erfolg ihrer Proteste gegen den geplanten Neubau der Sternbrücke verzeichnen: Der Planungsausschuss der Bezirksversammlung Altona hat in seiner gestrigen Sitzung den von der Bahn vorgeschlagenen Entwurf für die neue Sternbrücke parteiübergreifend abgelehnt. Zudem hat er gefordert, dass es schon für die neue Planung (und nicht erst im Anschluss) binnen 6 Monaten ein Beteiligungsverfahren des Bezirks geben soll. Damit werden wesentliche Forderungen der Initiative Sternbrücke von allen (!) Parteien im Bezirk unterstützt.  

Dazu erklären die Sprecher*innen der Initiative Sternbrücke:  
„Wir freuen uns sehr, dass alle Parteien im Bezirk Altona unsere zentrale Forderung nach Neuplanung und Beteiligungsverfahren unterstützen. Das ist in wichtiges Signal an Senat und Bahn. Die bislang zurückgehaltenen Alternativentwürfe müssen jetzt auf den Tisch und die laufende Planung auf Eis gelegt werden. Die Sternbrücke hat ein zeitgemäßes Beteiligungsverfahren verdient.“ 

Zum Hintergrund: Aktuell plant die Deutsche Bahn, die denkmalgeschützte Sternbrücke durch einen völlig überdimensionierten Neubau zu ersetzen, damit die Verkehrsbehörde den Autoverkehr der Stresemannstraße unter der Brücke vierspurig und stützenfrei ausbauen kann.  

Die Initiative Sternbrücke besteht aus Anwohner*innen, Anreiner*innen, Interessensvertreter*innen wie dem Denkmalverein Hamburg e.V. und dem Wagenplatz ZOMIA sowie interessierten Bürgerinnen und Bürgern. Die Initiative möchte mit ihrem ortsspezifischen Wissen im Rahmen einer gut strukturierten Beteiligung eine geeignete Lösung für die gesamte Situation rund um die Brücke erreichen. 

Kontakt für Rückfragen:  presse@denkmalverein.de

Pressemitteilung vom 20.05.2020

Keine Monsterbrücke für noch mehr Autos!
Initiative fordert: Verkehrswende statt autogerechter Stadt

Die Initiative Sternbrücke fordert den Senat auf, das laufende Planfeststellungsverfahren zur Sternbrücke umgehend zu stoppen und hier endlich ein zukunftsfähiges Mobilitätskonzept umzusetzen. Dafür ist der KfZ-Verkehr auf der Stresemannstraße auf je eine Spur in jede Richtung zu reduzieren, so dass die beiden äußeren Spuren gemeinsam von Radfahrenden und Bussen genutzt werden könnten. Diese Aufteilung funktioniert heute z.B. an der Feldstraße und galt an der Sternbrücke von 1991 bis 2002, bis Mario Mettbach von der Schill-Partei wieder eine Vierspurigkeit einführte. Mit einer Fortführung dieser Politik widerspräche die SPD-Verkehrsbehörde eklatant einer nachhaltigen Stadtentwicklung und den Klimazielen des Hamburger Senats. 

Zum Hintergrund: Aktuell plant die Deutsche Bahn, die denkmalgeschützte Sternbrücke durch einen völlig überdimensionierten Neubau zu ersetzen, damit die Verkehrsbehörde den Autoverkehr der Stresemannstraße unter der Brücke vierspurig und stützenfrei ausbauen kann. Der Radverkehr würde davon in keiner Weise profitieren: Östlich und westlich der Sternbrücke ist die Stresemannstraße keine 20 Meter breit und bietet nur Platz für schmale Gehwege und vier Straßenspuren. Neue Radwege wären daher nur möglich, wenn man den Kfz-Verkehr auf zwei Spuren reduziert – dann jedoch kann die Sternbrücke ihre alte Dimension behalten. Aktuell gefährdet der Senat also aufgrund einer unausgegorenen Planung der Verkehrsbehörde die denkmalgeschützte Brücke und das kleinteilige und von vielen historischen Gebäuden geprägte Stadtbild.

Dazu Jens Deye, stellv. Vorstand des ADFC Hamburg, der die Anliegen der Initiative unterstützt:
„Der Senat hat sich mit seinem Klimaplan das Ziel gesetzt, den Kfz-Verkehr (MIV) bis 2030 um über die Hälfte zu reduzieren. Es ist daher nicht nachvollziehbar, warum er den Kfz-Verkehr an der Stresemannstraße erhöhen möchte, wo die Stickoxide regelmäßig die EU-Grenzwerte überschreiten und Menschen ohnehin unter hoher Luftverschmutzung und Lärm leiden. Wir fordern stattdessen eine Verkehrsplanung, die die ganze Stadt im Blick hat, und garantiert, dass die Klima-, Lärm- und Luftreinhaltziele erreicht werden.“ 

Bei einer vom NDR in Auftrag gegebenen repräsentativen Befragung befürworteten in diesem Jahr etwas mehr als die Hälfte der Befragten (54 Prozent) mehr Radwege zulasten von KfZ-Spuren.
Die Initiative Sternbrücke besteht aus Anwohner*innen, Interessensvertreter*innen wie dem Denkmalverein Hamburg e.V. und dem Wagenplatz ZOMIA sowie interessierten Bürgerinnen und Bürgern. Die Initiative möchte mit ihrem ortsspezifischen Wissen im Rahmen einer gut strukturierten Beteiligung eine geeignete Lösung für die gesamte Situation rund um die Brücke erreichen.

Infomail 11.05.2020

Liebe Interessierte,
Liebe MitstreiterInnen, 

Anbei ein kurzes Update zur aktuellen Situation
 
1) Montag Abend wieder Telefonkonferenz für Aktive (20 Uhr)
2) Politik
3) Bündnisse
4) Presse
5) Strategie
6) Soziale Medien

1) Montag Abend wieder Telefonkonferenz für Aktive (20 Uhr)
Einwahldaten laufen über die Mailingliste-Liste der Initiative Sternbrücke. Bei Interesse an aktiver Mitarbeit bitte kurze Mail an mitmachen@initiativesternbruecke.org.

2) Politik
Uns erreichen Signale, dass im Bezirk und ggf. auch auf Landesebene das Thema Sternbrücke angekommen ist und nach einer Lösung gesucht wird. Ausgang offen. Für die Bezirksversammlung lagen Anträge von Grünen und Linkspartei vor, der Antrag der Linken wurde Ende April abgelehnt, der Grüne Antrag wird derzeit weiterverhandelt, nächste Abstimmung am 20. Mai. Für uns bedeutet das: weiter machen und nicht nachlassen.

3) Bündnisse
Wir sind dem Hamburger Bündnis für Mobilität als Unterstützer beigetreten. Die Planungen der Sternbrücke sind vor allem durch Verkehrsplanungen unter der Sternbrücke dominiert.
https://buendnis-mobilitaet.org

4) Presse
Positive Berichterstattung in Mopo und NDR Hamburg Journal:
https://www.mopo.de/hamburg/mega-neubau-in-hamburg-kommentar–kein-abriss–rettet-die-sternbruecke–36656536
https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/hamburg_journal/Hamburg-Journal,sendung1025466.html
Der gesamte Pressespiegel ist hier zu finden:
https://initiativesternbruecke.org/presse/

5) Strategie
Nach unserem ersten, ganz erfolgreichen Sprint als Initiative müssen wir langsam auf Langstrecke umschalten …
Kurzfristig bleiben unsere Forderungen wie am 4. März formuliert (und darauf konzentrieren wir uns derzeit in der Kommunikation)

  • Moratorium für den Neubau, Planungsstopp, um
  • ein transparentes, umfassendes Beteiligungsverfahren zu ermöglichen, mit den Zielen:
  • Erhalt und Weiterentwicklung der Identität des Ortes – das ganze Areal bleibt lebenswerter Ort, Kulturort und wird gemeinsam gestaltet
  • wesentliche Voraussetzung dafür ist ein zukunftsorientiertes Verkehrskonzept(Klimaziele)- Stresemannstraße zweispurig + Bus-/Fahrrad-Spur

Für die Durchsetzung der Forderungen gehen wir auf Politik, Fachverbände, UnterstützerInnen und Presse zu, wir gehen Bündnisse ein (hier stehen wir gerade). Mittelfristig bereiten wie vor, attraktive Alternativen zur Diskussion zu stellen und – sofern notwendig – zu Protestaktionen zu mobilisieren. Weiterhin müssen wir uns darauf vorbereiten, im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens fachlich und juristisch wirksam zu agieren.

Langfristig werden wir als Initiative das Beteiligungsverfahren begleiten. 6) Soziale Medien Die Initative ist mittlerweile auf diversen Plattformen vertreten.

Ihr findet uns hier:

Instagram: https://instagram.com/initiativesternbruecke
Facebook: https://facebook.com/initiativesternbruecke
Twitter: https://twitter.com/inisternbruecke

Dort werden auch regelmäßiger Updates gepostet. Folgt uns also gern wenn ihr schneller informiert sein wollt. Den Newsletter werden wir voraussichtlich monatlich verschicken.

Bei allgemeinen Fragen erreicht ihr uns unter info@initativesternbruecke.org

Presse-Anfragen bitte an presse@initiativesternbruecke.org

Galerie der Entwürfe

Ab sofort hängt eine (nicht ganz ernst gemeinte) Galerie alternativer Entwürfe zur geplanten Monsterbrücke der Bahn an der Sternbrücke. Schlendert doch die nächsten Tage mal vorbei und lasst euch inspirieren 🙂

Initiative fordert: Aktuelle Planung zur Sternbrücke stoppen!

Senat muss Weichen für die Mobilität der Zukunft stellen

Die Initiative Sternbrücke fordert den Senat auf, die aktuelle Planung zur Sternbrücke umgehend zu revidieren und das angekündigte Planfeststellungsverfahren auszusetzen. Um seine selbst auferlegten Klimaziele zu erfüllen, muss der Senat an der Sternbrücke die Weichen für die Mobilität der Zukunft stellen. Die Kultur und das gewachsene Stadtbild dürfen nicht der autogerechten Stadt geopfert werden.

Dafür sind folgende Maßnahmen notwendig:
–   Die Stresemannstraße muss auf zwei Spuren reduziert werden, um daneben qualitätvolle Radwege zu schaffen.
–   Die denkmalgeschützte Brücke sollte erhalten oder nur durch eine Brücke gleichen Ausmaßes ersetzt werden.
–   Alle relevanten Altbauten sind zu erhalten.
–   Der Kulturort Sternbrücke muss gesichert und weiterentwickelt werden.

Zum Hintergrund:
Am vergangenen Donnerstag hat die Deutsche Bahn gemeinsam mit den zuständigen Senatsbehörden Neubau-Entwürfe für die Sternbrücke veröffentlicht, die jeden städtebaulichen Maßstab sprengen. Die Sternbrücke sowie angrenzende Bauwerke an Max-Brauer-Allee und Stresemannstraße sollen abgerissen und durch eine völlig überdimensionierte Stabbogenbrücke ersetzt werden. Der Hauptgrund für die Größe der Brücke ist, dass der Verkehrsfluss erhöht werden soll. Eine solche Verkehrsplanung von Vorgestern widerspricht allen dem Klimaschutz, dem Städtebau und der Bürgerfreundlichkeit. Das für 2021 geplante Beteiligungsverfahren ist überflüssig, wenn über Verkehrskonzept und Brückenkonstruktion ohne die Öffentlichkeit entschieden wurde. 
Die Initiative Sternbrücke besteht aus Anwohnerinnen, Vertretern der vor Ort ansässigen Clubs, des Wagenplatzes Zomia, aus dem Denkmalverein Hamburg e.V. sowie interessierten Bürgerinnen und Bürgern. Die Initiative möchte mit ihrem ortsspezifischen Wissen im Rahmen einer gut strukturierten Beteiligung eine geeignete Lösung für die gesamte Situation rund um die Brücke erreichen.

Kontakt für Rückfragen: presse@initiativesternbruecke.org 
INITIATIVE STERNBRÜCKE

https://initiativesternbruecke.org

„Informationsveranstaltung“ der Deutschen Bahn zum Abriss der Sternbrücke

16. April 2020 by sternbruecke

Die Deutsche Bahn lädt superkurzfristig heute um 18 Uhr zu einer Informationsveranstaltung im Altonaer Rathaus, zu der 17 handverlesene BürgerInnen Zugang gewährt wird. Allen anderen Interessierten und Betroffenen bleibt der Livestream der Veranstaltung, welcher auf https://slidesync.com/dJAVOR0knV abgerufen werden kann.

Im Vorfeld gab es etwas Presse zur aktuellen Situation, hier ein Überblick:

taz

MoPo

Abendblatt (paywall!)

NDR

NDR 90,3

Bahnblogstelle

Pressemitteilung: Initiative kritisiert geplanten Abriss der Sternbrücke und fordert umfassende Beteiligung

Die Initiative Sternbrücke kritisiert scharf, dass der Hamburger Senat mit der Sternbrücke ein verkehrsgeschichtlich bedeutendes Baudenkmal ohne Not aufgeben will. Zudem fordert sie ein umfassendes, qualifiziertes, transparentes und ausreichend finanziertes Beteiligungsverfahren zur Zukunft der Sternbrücke und ihrer Umgebung, das der großen städtebaulichen und kulturellen Bedeutung dieses Ortes gerecht wird.

Der aktuell geplante Brücken-Neubau würde eine massive Veränderung dieses besonderen Stadtraumes darstellen. Dahingehende Planungen müssen daher intensiv mit der Öffentlichkeit abgestimmt werden. Die Beteiligung sollte sich jedoch nicht auf eine etwaige neue Brückenkonstruktion beschränken: Es soll auch um den Umgang mit dem Stadtraum unterhalb der Brücke und mit den umliegenden Gebäuden gehen, um die während der Bauphase genutzten Flächen, um die Frage der zukünftigen Nutzungen und der Clubs, aber auch um das Verhältnis von Wohngebiet und Verkehr und Fragen der Mobilität der Zukunft. Vorbild für das Verfahren könnten die PLANBUDE oder die Stadtwerkstätten sein, dabei wäre eine Zusammenarbeit mit Hamburger Hochschulen und Expert*innen angeraten.

Die Initiative Sternbrücke besteht aus Anwohner*innen, Vertreter*innen der vor Ort ansässigen Clubs, des Wagenplatzes Zomia, aus dem Denkmalverein Hamburg e.V. sowie interessierten Bürger*innen. Die Initiative möchte mit ihrem ortsspezifischen Wissen im Rahmen einer gut strukturierten Beteiligung eine geeignete Lösung für die gesamte Situation rund um die Brücke erreichen.

Zum Hintergrund:
Am heutigen Donnerstag hat die Deutsche Bahn kurzfristig zu einer Informationsveranstaltung zur „Erneuerung der Sternbrücke“ ins Altonaer Rathaus eingeladen. Bei der Veranstaltung soll über das in Kürze beginnende Planfeststellungsverfahren für einen möglichen Neubau informiert werden, obwohl bislang keinerlei Form der Bürger*innenbeteiligung stattgefunden hat.
Die Sternbrücke wurde 1925/26 errichtet und steht samt ihrer Unterbauten unter Denkmalschutz. Seit 2005 plant die Deutsche Bahn ihren Abriss und Neubau. Der Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung (LuFV) zwischen der Bahn und dem Bund entsprechend muss die Bahn ihre Sanierungen selbst finanzieren, während Neubauten der Bund finanziert. Im Jahr 2018 hatte ein von der Kulturbehörde beauftragtes Gutachten ergeben, dass die Brücke noch eine lange Erhaltungsfähigkeit besitzt.

Beteiligung an der Sternbrücken-Planung!

16. März 2020 by sternbruecke

Die Sternbrücke mit ihrer Umgebung ist ein Ort von hoher kultureller und städtebaulicher Bedeutung weit über den Bezirk Altona hinaus. Es ist ein gewachsener Stadtraum voller produktiver Widersprüche, der den Alltag von tausenden Menschen prägt – ob sie dort leben, arbeiten, die Kulturangebote nutzen oder einfach nur durchfahren.

Die Deutsche Bahn plant einen Abriss und Neubau der Brücke, der sowohl durch die Veränderung der Brücke selbst, aber auch durch die lange und invasive Bauphase eine massive Intervention in diesen besonderen Stadtraum darstellen und ihn tiefgreifend verändern würde. Im April 2020 soll das Planfeststellungsverfahren für einen möglichen Neubau beginnen, obwohl bislang noch keinerlei Bürger*innenbeteiligung stattgefunden hat.

Wir wünschen uns daher dringend ein umfassendes, qualifiziertes, transparentes und ausreichend finanziertes Beteiligungsverfahren nach Vorbild z.B. der PLANBUDE oder der Stadtwerkstätten in Zusammenarbeit mit Hamburger Hochschulen und Expert*innen.

Dabei soll es um die Brückenkonstruktion, den Stadtraum unterhalb der Brücke, die aktuellen Nutzungen wie die Clubs, die umliegenden Gebäude, die während der Bauphase genutzten Flächen aber auch um das Verhältnis von Wohngebiet und Verkehr und Fragen der Mobilität der Zukunft gehen.

Wir halten einen so umfangreichen Eingriff wie er derzeit droht in dem von uns genutzten städtischen Raum ohne geeignete Beteiligung der Betroffenen für aus der Zeit gefallen. Wir möchten gerne mit unserem ortsspezifischen Wissen im Rahmen eines gut strukturierten Beteiligungsverfahrens eine gute und angemessene Lösung für die Sternbrücke selbst und den Stadtraum um die Sternbrücke erreichen.

Initiative Sternbrücke, März 2020

Abriss der Sternbrücke?! Einladung zu Vernetzung und Austausch am 4. März im Künstlerhaus FAKTOR e.V.

Liebe Anwohner und Anwohnerinnen, Gewerbetreibende, Feiernde, Denkmalfans, Stadtteilaktive und Freundinnen und Freunde alter Brücken!

Wenn es nach den Vorstellungen der Deutschen Bahn geht, steht unserem Viertel bald eine komplette Umgestaltung bevor! Die Sternbrücke samt der darunterliegenden Clubs soll ebenso wie mehrere Häuser abgerissen werden und die Brammerfläche – unter anderem das derzeitige Zuhause des Wagenplatzes Zomia – in eine Riesenbaustelle verwandelt werden.

Und was hieße das dann für uns?

Was würde mit den Clubs und mit dem Kunstverein passieren? Was mit dem Wagenplatz? Und wie sollen wir uns unseren Alltag neben einer Großbaustelle mit dauerhafter Lärmbelästigung, Sperrungen und Staub vorstellen? Haben wir nicht noch andere Ideen für den Umgang mit diesem wichtigen Stadtraum?

Voraussichtlich Mitte März soll eine Infoveranstaltung der Deutschen Bahn stattfinden – danach soll direkt das Planfeststellungsverfahren für einen Brückenneubau starten. Wir vermissen in diesem Zeitplan eine offene Debatte mit den Betroffenen über die beste Lösung!

Es ist unser Viertel und wir denken, dass wir darüber mitzureden haben, wie es hier weitergehen soll. Daher soll­ten wir uns alle treffen – zum Kennenlernen, zum Vernetzen und Vorbereiten, um qualifiziert an der Zukunft der GegenStd mitwirken zu können.

Wir laden alle Betroffenen ein, am 4. März um 20 Uhr zum Künstlerhaus FAKTOR e.V. (Max-Brauer-Allee 229) zu kommen. Es wird keine fertige Agenda und keine vorbereiteten Vorträge geben, sondern einen offenen Gesprächskreis von und für alle Anwesenden.

Explizit nicht eingeladen sind Vertreter und Vertreterinnen von Presse, Politik, Verwaltung und der Deutschen Bahn, da wir uns erst einmal im nachbarschaftlichen Rahmen unterhalten wollen.