Hier erfahrt Ihr alles Wissenswerte zum Thema Sternbrücke in der Übersicht. Stand: 29.04.2026
Aktueller Termin und Bürger*innenbeteiligung
Die neue Brücke soll am 31.07.2026 eingeschwenkt werden. Die Kabeltrasse wird laut Deutscher Bahn noch bis 2028 stehen bleiben.
Die Bezirksversammlung Altona hat einstimmig einem Beteiligungsverfahren zugestimmt, in dem die Menschen des Viertels nach ihren Vorstellungen für die Zukunft des Ortes gefragt werden. Am 04. Mai 2026 um 19.00 Uhr hat der Bezirk Altona zur Auftaktveranstaltung der BürgerInnenbeteiligung Umfeld Sternbrücke eingeladen (Ort: Stadtteilschule Sternschanze, Altonaer Straße 38). Wie sich dieser Prozess genau entwickeln wird, wird sich im Laufe des Jahres zeigen. Wir begleiten das Verfahren… mehr Infos hier.
Seid dabei: Es gibt hier immer noch Flächen und Gebäude, die es wert sind, dass sich die Menschen vor Ort für sie engagieren – damit an der Sternbrücke trotz der Monsterbrücke Kultur und Straßenleben entstehen können. Diese Kreuzung soll kein seelenloser Transitort werden, sondern wieder ein Anziehungspunkt, gestaltet von Menschen für Menschen. Was ist euch wichtig für diesen Ort, was macht für euch ein lebendiges Viertel aus?
Um diese Flächen geht es:
- Das Gebäude von Reifen Helm, Max-Brauer-Allee 209 – 211 (derzeit im Besitz
der DB – soll nach den Bauarbeiten an die FHH verkauft werden) - Das Gebäude vom Künstlerhaus Faktor, Max-Brauer-Allee 229
(im Besitz der FHH) - Die Fläche des Sterngarten, Max-Brauer-Allee 225 (im Besitz der FHH)
- Die beiden Flächen, die unterhalb der Brücke entstehen. Dort, wo einst die
Astra Stube und auf der anderen Seite der Kreuzung der Kiosk waren.
Die Initiative Sternbrücke fordert, dass die Flächen von der Stadt so entwickelt und vergeben werden, dass wieder ein kulturell und nachbarschaftlich nutzbarer öffentlicher Raum entstehen kann.
Wie ist es überhaupt zum Bau dieser überdimensionierten Brücke gekommen – und wie haben wir versucht, es zu verhindern? Bitte das Blatt wenden!
STERNBRÜCKE: DAS IST PASSIERT.
Die Initiative Sternbrücke hat seit 2020 gemeinsam mit den Menschen im Viertel lautstark gegen den Bau der überdimensionierten Brücke protestiert – mit den Kreiselkonzerten, mit Demos und Pressearbeit
Durch die großartige Unterstützung vieler Menschen ist bei einer Crowdfunding-Kampagne so viel Geld zusammengekommen, dass der Umweltverband Prellbock e.V. mit Unterstützung der Initiative Sternbrücke Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss einreichen konnte. Die Klage wurde 2026 vom OVG abgewiesen. (Wenn ihr mehr zur Urteilsbegründung oder zu den politischen Entscheidungen, die zum Bau der Brücke geführt haben, lesen möchtet: Wir haben das auf sternbruecke.org für Euch aufbereitet.)
Die Fakten sind nicht zu übersehen: Die Monsterbrücke ist gebaut! Die denkmalgeschützte Brücke von 1926 ist nur noch in Teilen vorhanden.
Allein in der Max-Brauer-Allee sind über 40 Straßenbäume gefällt worden, die Kasematten, in denen Fundbureau, Beat Boutique und Waagenbau ihre Heimat hatten, mit Beton verfüllt. Auch die Astra Stube und die Bar 227 sind weg.
Bei allem Frust über die Entwicklung: Der Protest hat zumindest bewirkt, dass BewohnerInnen der inzwischen abgerissenen Häuser neuen Wohnraum im Umfeld erhielten. Die Nachpflanzungen von Grün werden etwas umfangreicher ausfallen, als ursprünglich geplant. Und: Wir haben uns als Community über die Jahre zusammengefunden – und können uns jetzt mit gemeinsamer Kraft dafür einsetzen, dass Kultur an die Sternbrücke zurückkehrt.
Wie geht es nach dem Einschwenken der Brücke in 2026 und den folgenden Jahren weiter?
