Final Straight Jazz. Und dann auch noch queerfeministisch. Das ist genau das, was die überdimensioniert Monster-Sternbrücke als Antwort braucht. Kultur, viel Kultur und noch mehr Kultur.
Kommt alle und demonstriert mit uns für ein lebenswertes, grünes und kulturelles Viertel rund um die Sternbrücke.
Das Leben ist ein Zirkuszelt. In Zeiten wie diesen, wo Backlash, Kulturkampf und patriachale Allmachtsfantasien weltweit salonfähig werden, heißt es Farbe bekennen und Haltung zeigen. Oder wie es die amerikanische Freejazzerin Jamie Branch formuliert: „It is not always time to be neutral“. Sir Bradley ist ein queerfeministisches Kollektiv, das die eigene Musik FinalStraightJazz nennt. Ihr hochgradig spannungsgeladener wie feinsinniger Sound setzt sich aus einer wilden Mischung aus Modern Jazz, Free, Avantgarde und Indiepop zusammen. Auf ihrer aktuellen EP Before I Go To Bedmahnen die Texte der Songs vor der Klimakatastrophe, Technokraten und Despoten, feiern Einwanderer und erzählen von Nächten mit Bier und Popcorn. In den höchst einfallsreichen Kompositionen steigt alles auf: Erinnerungen und Fantasien, Rausch und Melancholie, verlorene Lieben und entfesselte Wut. Sir Bradley lässt all diese Zustände und Stimmungen vibrieren. Pulsierend und fordernd, mit Reibung und Drive.

