Sternbrücke, 22769 Hamburg info@initiativesternbruecke.org

Worum es geht

Die denkmalgeschützte Sternbrücke muss angeblich altersbedingt ersetzt werden, obwohl ein von der Kulturbehörde beauftragtes Gutachten noch 2018 die Erhaltungsfähigkeit der Brücke belegen konnte (Gutachten herunterladen). Das bedeutet das Aus für mehrere kleine Clubs und Bars, die in den Kasematten der Sternbrücke seit 20 Jahren ihre Heimat gefunden haben, sowie den Abriss mehrerer teils denkmalgeschützter Altbauten an der Brücke.

Die aktuellen Planungen der Stadt und der Bahn offenbaren eine rückwärtsgewandte Verkehrspolitik, städtebauliche Verrohung und somit eine zwangsläufige Verödung des aktuell lebendigen und kulturell aufgeladenen Ortes.

Wenn Sie die Pfeile in der Mitte bewegen, können Sie die jetzige Situation und die Planung für die neue Brücke miteinander vergleichen:

Folgendes ist geplant:

  • Vierspurigkeit der Stresemannstraße auch unter der Brücke für einen erhöhten und beschleunigten Autoverkehr
  • Damit verbunden eine stützenfreie Stabbogenbrücke von gigantischen Ausmaßen (26 m Höhe von der Fahrbahn bis zum Scheitel!)
  • Abriss von mindestens sieben, teils denkmalgeschützten Gebäuden
  • Keine Ersatzflächen vor Ort für einige der zur Zeit ansässigen Clubs

Sollten diese Pläne Wirklichkeit werden, würde aus einer vormals lebendigen, kleinen und historisch gewachsenen Kreuzung im Herzen von Altona Nord ein seelenloser, auf maximalen Autoverkehr ausgerichteter Verkehrs-Hotspot im Stil eines Autobahnzubringers, ohne Rücksicht auf Stadtbild, Lebensqualität, Klima, Feinstaubwerte oder Nachhaltigkeit. Und das Ganze unter Federführung eines grünen Bezirksamtes und einer rot-grünen Regierung!

Verkehrsplanung

Wiederholt wurde in der Öffentlichkeit behauptet, dass man bei einer größeren Brücke auch bessere Bedingungen für den Rad- und Fußverkehr schaffen könne. Diese Behauptungen sind aus mindestens zwei Gründen falsch:

  • Die Stresemannstraße ist westlich und östlich der Brücke eng bebaut und keine 20 Meter breit. Daher gibt es neben den bereits bestehenden vier Autospuren nur schmale Gehwege – und keinen Platz für die Schaffung zusätzlicher Radspuren (siehe Skizze der Verkehrsbehörde unten, rot markiert die erwähnten Bereiche)
  • Rad- und Gehwege neben vierspurigen Straßen sind gefährlich, laut und ungesund.

Die einzige Lösung, die sich an dieser Stelle bereits 11 Jahre (1991-2002) bewährt hat, ist es, den KfZ-Verkehr auf die beiden inneren Spuren zu begrenzen und die beiden äußeren Spuren zu gemischten Rad- und Busspuren zu machen, wie es z.B. auch an der Feldstraße funktioniert.